Multitalent
Heino Ferch: Der Boden-Turner

Heino Ferch ist ein Synonym für Fitness. Der akrobatische Schauspieler sieht darin ein Lebenstraining.

Eigentlich ist so ein Register Hochstapelei: Akrobatik, Kunstturnen, Reiten, Fechten, Boxen, Eishockey, Squash, Tauchen, Volleyball, Basketball. Nicht weniger als zehn Sportarten nennt die Vita von Heino Ferch, und zwar als „besondere Fähigkeiten“, denn er soll noch ein paar Sportarten mehr beherrschen – aber zehn ist eine runde Zahl, und sowas erscheint den Imgaberatern irgendwie glaubhafter.

Aber es passt. Der Mann ist Spezialist für die ganz großen Sachen. Für „Der Tunnel“ bekam er 2002 die Goldene Kamera. Und am Samstag ergänzt der begehrte Grimme-Preis für seine schauspielerische Leistung in „Das Wunder von Lengede“ seine Trophäensammlung.

Heino Ferch spielt in der ersten Liga der deutschen Schauspieler. Und: Der 40-Jährige ist trotz aller Erfolge gut geerdet. Ein Mann mit Bodenhaftung. Ferch ist, wie selten einer bei Bühne, Film und Fernsehen, geprägt durch Sport. Damit hat sogar alles begonnen: der Kapitänssohn aus Bremerhaven kam durchs Turnen ans Theater.

Damals suchte ein Regisseur für die Operette am Stadttheater „ein paar Jungs, die Lust aufs Theater haben, tanzen, Step, turnen können, Flickflack, ein bisschen durch die Gegend fliegen und so.“ Das gelang ihm mit Verve. Wohl auch , weil er eigentlich als Zirkuskind gilt. „Nein, aber ich bin ein Artist aus Leidenschaft. Heute lebe ich das nur noch bei „Stars in der Manege“ aus. Da habe ich mit französischen Bodenakrobaten gearbeitet und vor vier Jahren einen Hochseilakt gemacht.“

Für Ferch waren Bodenturnen, Pferd und Barren persönlichkeitsbestimmend. „Damit war ich für ,Bremen 1860’ ein paar Jahre in der Bundesliga. Aber es hat auch meine Art geprägt, ans Leben heranzugehen. Das besteht aus Riskieren, Runterfallen und Wiederraufgehen. Und es gibt Schmerzen, bevor man ans Ziel kommt.“

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