Munich Highlights

Münchener City voll schöner Antiquitäten

Viele Händler zelebrieren auf den Munich Highlights die niveauvolle Begegnung von alter und junger Kunst. Sammler haben zum Entdecken nur vier Tage Zeit. 35 Teilnehmer sind in diesem Jahr dabei. Sie sind bei ihren Münchener Kollegen rund um die Brienner Straße und die Maximilianstraße zu Gast. Im nächsten Jahr soll aus den Munich Highlights eine kleine Edelmesse namens Highlights. Internationale Kunstmesse München hervorgehen.
  • Bettina Beckert
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Porträt von Georges Desmarées vor seiner Staffelei, ausgestellt bei Bernheimer Fine Old Master Quelle: Pressebild

Porträt von Georges Desmarées vor seiner Staffelei, ausgestellt bei Bernheimer Fine Old Master

(Foto: Pressebild)

Auf durchweg hohem und höchstem Niveau präsentiert sich in der Münchener City die 6. Munich Highlights - mit 35 Teilnehmern in 15 Kunsthandlungen und Galerien. Es ist die bislang umfangreichste und die letzte ihrer Art. Im nächsten Jahr wird sie sich im Gewand einer kleinen Edelmesse namens Highlights. Internationale Kunstmesse München im Haus der Kunst präsentieren.

Das oft bemühte, vielzitierte "Crossover" wird an verschiedenen Orten exemplarisch vorgestellt. Selten macht es so viel Freude wie bei Neu-Teilnehmer Florian Sundheimer und den bei ihm gastierenden Kollegen. Hier treffen das außergewöhnliche Pechstein-"Interieur" (um 1923, 980 000 Euro) mit einem "Abstrakten Kopf" von Jawlensky (Salis & Vertes) und eine kleine, äußerst seltene weibliche Idolfigur des Spedos-Typs von den Kykladen-Inseln zusammen. Das ca. 2600/2500 v. Chr. entstandene Objekt inspirierte Anfang des 20. Jahrhunderts die Avantgarde (Gordian Weber, (320 000 Euro). Über allem thront "Guan Yin", ein äußerst seltener, gut erhaltener Bodhisattva aus der Ming-Dynastie in China, dessen 18 Arme die helfende Gottheit exemplarisch versinnbildlichen (Außereuropäische Kunst Dierking).

Bei Konrad Bernheimer mit seinen acht Gästen kann der Besucher wie auf einer Mini-Messe lustwandeln. Bernheimer zeigt von Lucas Cranachs d.Ä. eine "Madonna mit Kind", die durch ihre Reinheit und Schönheit in höchster Malkunst fesselt (1,7 Mio. Euro). Die Blumka Gallery, New York, hat ein außergewöhnliches Alabasterrelief der Geburt Mariens aus dem letzten Viertel des 15. Jahrhunderts mitgebracht. Das Skulpturenangebot von Julius Böhler steht im Dialog mit Jean-David Cahns Antiken. Aus Sascha Mehringers Angebot sticht ein früher italienischer Schmerzensmann aus Holz aus der Mitte des 14. Jahrhunderts in exquisiter Erhaltung und Materialkombination heraus (170 000 Euro). Abgerundet wird das feine Angebot durch Handzeichnungen von Katrin Bellinger und Tafelsilber vom Feinsten bei Helga Matzke. Einer der raren silbernen Weinkühler aus dem Gouvernement-Service von Katharina der Großen ist preislich um 100 000 Euro angesetzt.

Liebhaber der Buchkunst finden bei Heribert Tenschert das vollständige und unbeschädigt erhaltene Pariser "Colmi Stundenbuch" mit 14 Miniaturen vom Dunois Meister um 1430 bis 1440. Es stammt aus Pariser Privatbesitz und war bislang völlig unbekannt (340 000 Euro).

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