Murano
Gute Chancen für farbiges Glas

Leuchtendes Glas aus Manufakturen auf Murano ist ein spannendes Sammelgebiet. Hier findet auch der junge Sammler unikate Objekte, die erschwinglich sind. Der Kreis der Fans wächst, das Angebot bei einem Experten wie Askan Quittenbaum ist weit gespannt.
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MÜNCHEN. Das auf Design und Stammeskunst spezialisierte Auktionshaus Quittenbaum ruft am 21. September 2010 in München wieder 300 Murano- und Studio-Glasobjekte auf. Da sind Raritäten von berühmten Glaskünstlern und Designern darunter, aber auch schöne, kleinere Objekte für Einsteiger.

Einlieferung aus Italien

Rund 50 Murano-Stücke einer italienischen Sammlerin haben einen eigenen Katalog bekommen und machen den zweiten Teil der Auktion aus. Warum verkauft eine italienische Sammlerin in Deutschland italienisches Glas? Quittenbaum ist einer der Marktführer. Der 39-jährige Münchner wurde der Sammlerin von einer venezianischen Händlerin empfohlen. Die Sammlerin trennt sich von ausgewählten Werken, um sich auf wenige Künstler wie Fulvio Bianconi und Carlo Scarpa zu konzentrieren. Zu den herausragenden Stücken gehört eine glockenförmige blaue Vase von Guido Balsamo Stella aus den zwanziger Jahren. Sie trägt märchenhafte Gravuren von Meerjungenfrauen des berühmten Graveurs Franz Pelzel. Das sehr seltene Stück ist mit 7.200 bis 8.000 Euro taxiert. Von Stella kommen noch zwei weitere rare Vasen mit Pelzel-Gravur zum Aufruf, die auf 6.000 bis 7.000 Euro geschätzt werden.

Farbexplosion wie in der Malerei

Das teuerste Objekt der Sammlung ist die mit 43 x 36 cm große Schale von Dino Martens mit dem seltenen ?Eldorado?-Dekor aus dem Jahr 1952. Für dieses prachtvolle Exemplar, eine regelrechte Farbexplosion, werden 24.000 bis 26.000 Euro erwartet. Dino Martens ließ sich zu diesem sehr freien Dekor von der zeitgenössischen Kunst des abstrakten Expressionismus inspirieren und erweiterte damit die Formensprache der Glaskunst.

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