Mystifizierung der RAF befürchtet
Westerwelle erneuert Kritik an RAF-Ausstellung

Die geplante Schau der Berliner „Kunst-Werke“ über die Auseinandersetzung von Kunst und Kultur mit der RAF ist bei zahlreichen Politikern und Angehörigen von RAF-Opfern auf heftige Kritik gestoßen. Auch dem FDP-Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle passt die Ausstellung nicht.

HB/dpa BERLIN. Der FDP-Bundesvorsitzende Guido Westerwelle hat seine harsche Kritik an der in Berlin geplanten Ausstellung über die terroristische „Rote Armee Fraktion“ (RAF) erneuert. Er glaube nicht, dass die Schau zustande komme, sagte der FDP-Chef am Dienstag im DeutschlandRadio Berlin. „Denn der ganze Tenor dieser Ausstellung ist falsch angelegt.“ Das Konzept sei mit den Opfern der Terroristen nicht einmal besprochen, geschweige denn sei es gemeinsam mit ihnen entwickelt worden, kritisierte Westerwelle.

Die geplante Schau der Berliner „Kunst-Werke“ über die Auseinandersetzung von Kunst und Kultur mit der RAF war bei zahlreichen Politikern und Angehörigen von RAF-Opfern auf heftige Kritik gestoßen. Sie befürchteten eine Mystifizierung der RAF. Westerwelle sagte, er sei sehr zufrieden damit, dass Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) die Auszahlung der Förderung aus dem Hauptstadtkulturfonds nun überprüfe.

Weiss hatte von den Ausstellungsmachern eine Zusammenarbeit mit den Angehörigen der RAF-Opfer gefordert und verlangt, dass die Ausstellung von der Bundeszentrale für Politische Bildung und dem Hamburger Institut für Sozialforschung mitveranstaltet wird. Die ursprünglich für dieses Jahr geplante Ausstellung wurde auf November 2004 verschoben.

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