Nach Obermann-Durchsuchung: Illner moderiert „Heute Journal“ nicht

Nach Obermann-Durchsuchung
Illner moderiert „Heute Journal“ nicht

Maybrit Illner möchte nach einer Hausdurchsuchung bei ihrem Ehemann, Telekom-Chef René Obermann, Gewissenskonflikte vermeiden und wird am Montag nicht das ZDF-Nachrichtenmagazin "Heute Journal" moderieren. Schon vorab war Illner bemüht, keine Interessenkonflikte aufkommen zu lassen.
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HB BERLIN. Die ZDF-Journalistin Maybrit Illner wird wegen einer Hausdurchsuchung bei ihrem Ehemann, Telekom-Chef René Obermann, das "heute journal" am Montagabend nicht moderieren. Das bestätigte ZDF-Pressesprecher Alexander Stock der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage: "Sie hat selber vorgeschlagen, heute nicht zu moderieren.

Sie will vermeiden, dass auch nur der Anschein entsteht, dass Art und Umfang der Berichterstattung mit ihrer persönlichen Situation zu tun haben könnten." Illner selbst hatte zuvor eine Stellungnahme abgelehnt.

Die Wohnung von Telekom-Chef Obermann wurde nach dpa- Informationen aus Unternehmenskreisen bereits am 31. August durchsucht. Dies hatte am Montag zunächst die "Wirtschaftswoche" berichtet. Dem Magazin zufolge geht es dabei um Bestechungsvorwürfe gegen die ungarische Magyar Telekom aus dem Jahr 2005. Obermann bezeichnete laut einer Telekom-Mitteilung vom Montagabend den im Magazinbericht genannten Vorwurf der Bestechung als haltlos. Dies werde sich in Kürze zeigen.

Illner hatte am 04. September erstmals das "heute journal" moderiert. Vor ihrem Debüt als Nachrichtenmoderatorin sah sie angesichts des Vorstandsposten ihres Mannes keinen Interessenkonflikt, wie sie der dpa Anfang September sagte: "Wenn da irgendetwas geschieht, was im Zusammenhang mit der Firma meines Mannes steht, dann wird das vermeldet. Und das wird mein Mann dann bestimmt auch nicht persönlich nehmen."

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