Nach Stadtpleite
Detroiter Kunstsammlung auf dem Prüfstand

Das Auktionshaus Christie’s ist mit der Schätzung der gesammelten Kunstwerke im Detroiter Institute of Arts beauftragt worden. Notfallmanager Kevyn Orr bestreitet Verkaufspläne, doch viele trauen dem nicht so ganz.
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DetroitFür Detroiter Kunstliebhaber wird es ernst: Der Notfallmanager der Pleitestadt Kevyn Orr hat das traditionsreiche Auktionshaus Christie’s mit der Schätzung der Sammlung des Detroit Institute of Arts beauftragt. Das DIA gilt als eine der größten und bedeutendsten Kollektionen in den gesamten USA, auch wenn der Gesamtwert der Kunstwerke bisher noch nie beziffert worden ist. Experten zufolge dürfte die Sammlung mindestens 2,5 Milliarden Dollar wert sein.

Die berühmte Motor City im Bundesstaat Michigan meldete am 18. Juli Insolvenz an – die bisher größte Stadtpleite in den USA. Insolvenzmanager Orr sucht nach Wegen, eine Lösung für die 11,5 Milliarden nicht abgesicherten Verbindlichkeiten zu finden und gleichzeitig die öffentlichen Dienste der Autometropole zu verbessern. Die Gläubiger verlangen von ihm eine genaue Auflistung des Vermögens der Stadt. Und dazu gehört eben auch die Kunstsammlung.

Orr weiß jedoch, wie heikel das Thema ist. Schon Wochen vor der offiziellen Pleite versetzten Schlagzeilen über einen möglichen Verkauf der Kunstsammlung die Bürger der Stadt wie auch Kunstliebhaber im ganzen Land in Aufregung. Orr erneuerte nun ein weiteres Mal sein Versprechen, die Stadt habe keinerlei Pläne, die Kunstwerke des Museums zu verkaufen. Die Schätzung sei jedoch ein wesentlicher Teil des Restrukturierungsprozesses.

„Unser Ziel ist es, den Wert aller Vermögensanteile der Stadt zu erhalten, und sicherzustellen, dass mit ihnen vernünftig umgegangen wird“, teilte der Notfallmanager  am Montag mit. „Und in bestimmten Fällen sollen sich die Bewohner der Detroiter Innenstadt noch viele Jahre daran erfreuen.“ Über das Schicksal der Kunstwerke könnte letztendlich Insolvenzrichter Steven Rhodes entscheiden.

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Verkauf war bisher nie ein Thema

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