Neue Talkshow auf N24
Michel Friedman startet Comeback

Für Michel Friedmann geht es wieder bergauf. Nachdem der ehemalige Vizepräsident des Zentralrats der Juden vor einem Jahr nach seiner Kokainaffäre seine Sendung in der ARD aufgeben musste, startet im Oktober die Sendung "Studio 1".

HB MÜNCHEN. Mit einer Talkshow beim Nachrichtensender N24 startet Michel Friedman sein Comeback im frei empfangbaren Fernsehen. „Die Sendung wird die Handschrift des Gastgebers tragen“, sagte Friedman in München.

In der wöchentlichen Show mit dem Arbeitstitel „Studio 1“ wolle er eingangs provokativ eine sehr klare Meinung vertreten und dann mit in der Regel zwei Gästen nacheinander diskutieren. Er werde auch investigative Fragen stellen, damit Politiker nicht nur ihre vorgestanzten Antworten bringen könnten. „Letztlich will ich, dass mein Gast den Zuschauer verzaubert.“

Die Sendung soll im Oktober starten. Friedman hatte vor einem Jahr nach einer Kokainaffäre seinen Moderatorenposten bei der ARD und seine öffentlichen Ämter aufgegeben. Derzeit hat er auf der Bezahl-Plattform Premiere beim Sender 13th Street die Rechts-Talkshow „Im Zweifel für...“, die ab Ende August als Lizenzprogramm bei Premiere laufen soll. Er sei N24 für die Chance dankbar, sagte Friedman. „Es ist nicht selbstverständlich, mich als Moderator zu nehmen.“ Er mache sicherlich einem Sender auch mal Ärger.

Die Frage, ob er sich auch eine Rückkehr zu den Öffentlich-Rechtlichen vorstellen könne, ließ Friedman offen. Es gebe keine Exklusivitätsklausel mit N24. Sein Ziel sei es, möglichst schnell den Senderschnitt von 0,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen zu erreichen oder zu übertreffen, sagte Friedman. N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann sagte, es gebe keine Quotenvorgabe und man werde Friedman viel Zeit lassen. Die Sendung soll dem Vernehmen nach donnerstags am späteren Abend ausgestrahlt werden und wie „Im Zweifel für...“ von Sabine Christiansens Produktionsfirma TV21 produziert werden. Studiopublikum wird es nicht geben.

Bei der N24-Talkshow „Was erlauben Strunz“ mit „Bild am Sonntag“-Chefredakteur Claus Strunz haben sich die Quoten nach einer Verschiebung des Sendeplatzes gebessert. Mit 0,3 Prozent liegen sie aber immer noch unter dem Sender-Schnitt. „Der Marktanteil ist noch nicht so, wie wir uns das wünschen würden“, sagte Rossmann. Er sei grundsätzlich aber zufrieden und die Quote nicht das Maß aller Dinge.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%