Neuer „Asterix“-Band
Nur die Bibel und Harry Potter sind beliebter

Heute erscheint der neueste Comic-Band der weltweit beliebten „Asterix“-Reihe. Ein Journalist erhielt ihn versehentlich schon vor dem Verkauf. Was Sie noch nicht über die Helden aus Gallien wussten.

MünchenFans in aller Welt erwarten mit Spannung den neuesten „Asterix“-Band „Der Papyrus des Caesar“. Am Donnerstag soll er in den Verkauf gehen. Durch ein Versehen konnte man den Band allerdings in München offensichtlich schon kaufen. Dort erstand der Journalist Dorin Popa am Dienstagmittag in einem Buchladen für 12,00 Euro die Hardcover-Version der Ausgabe. Er verbreitete den seltenen Fang über seinen Twitter-Account, verbunden mit der Frage: „Erster?“. Wie es zu der Panne kommen konnte, war zunächst noch unklar. „Der Band darf nicht vor dem 22.10. im Handel stehen, jeder Buchhändler hat eine Geheimhaltungserklärung unterzeichnen müssen“, erklärte dazu eine Sprecherin des Asterix-Verlages Egmont Ehapa in Berlin. „Es handelt sich hierbei aber um einen Einzelfall, den wir gerade prüfen.“

Klar, die Gallier essen am liebsten Wildscheinbraten, und für den Zaubertrank ist Miraculix verantwortlich – aber warum leben Asterix und Obelix ausgerechnet in einem gallischen Dorf in der Bretagne? Und weshalb dachte Zeichner Albert Uderzo, Obelix habe grüne Haare? Zum Verkaufsstart des 36. Bandes hier ein paar Asterix-Fakten, die Comic-Fans kennen sollten.

  • Andere Länder, andere Namen: Die Charaktere der Comics heißen nicht überall gleich. In England beispielsweise wird Hund Idefix zum Dogmatix, der Greis Methusalix heißt passenderweise Geriatrix und Verleihnix trägt den Namen Unhygienix.
  • Nur 15 Minuten dauerte es, bis die Asterix-Erfinder René Goscinny und Albert Uderzo die fünf Hauptfiguren des Comics entworfen hatten.
  • Nach der Bibel und den Harry-Potter-Geschichten sind die Asterix-Comics weltweit die meistverkauften Publikationen.
  • Zeichner Uderzo war zu Beginn der Meinung, Obelix hätte grüne Haare. Der Grund: Uderzo ist farbenblind.
  • Das Dorf von Asterix und Obelix liegt in der heutigen Bretagne. Die Bretagne war die einzige Gegend, die Zeichner Uderzo außerhalb von Paris kannte. Seine Eltern, italienische Einwanderer, hatten wenig Geld, Uderzo kam deshalb nie aus der Stadt heraus. Als während des Krieges das Essen in Paris knapp wurde, besuchte Uderzo allerdings seinen Bruder auf dem Land – und der wohnte in der Bretagne.
  • Einen Namen bekam das Dorf der Gallier trotz dieses Bezugs nie. Manchmal wird es in den Comics aber als „Dorf der Verrückten“ oder „Dorf der Spinner“ bezeichnet.
  • Nach dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ nahmen auch Asterix, Obelix und Idefix Abschied. Aus Trauer um seine Kollegen veröffentlichte Uderzo im Internet eine Zeichnung, auf der sich die Figuren für die Opfer der Anschlagsserie verneigten.
  • Gegessen wird bei der gallischen Truppe gerne. Wer ein wenig daran teilhaben möchte, findet im Kochbuch „Kochspaß mit Asterix. Essen wie Gott in Gallien“ Rezepte.
  • Einige Gymnasiasten in Warschau werden bei ihrem Weg ins Klassenzimmer täglich an Asterix und Obelix erinnert. Auf dem Schulgelände steht ein Denkmal für Asterix-Texter Goscinny. Schließlich waren dessen Eltern polnische Juden, die nach dem Ersten Weltkrieg nach Frankreich emigrierten.
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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