Neuer Roman von Promi-Friseur Meir
Sex, Kokain und Korruption

Nachdem Dieter Bohlen und Stefan Effenberg die deutsche Nation mit ihren Ergüssen beglückt hatten und Mode-Designer Wolfgang Joop freizügig in seinem halbautobiografischen Werk aus dem Nähkästchen plauderte, liegt das nächste Promi-Buch auf dem Tisch: Unter dem Titel "Erzähl mir alles" liefert Promi-Friseur Gerhard Meier Anschauliches zum Thema Sex, Kokain und Korruption. Der Roman, erschienen beim Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, ist von diesem Montag an für 21,90 Euro im Handel zu haben.

HB/dpa HAMBURG. Im Mittelpunkt der rasanten Story steht schon wie im Vorgängerband des Autoren-Duos „Der Salon“ der schwule Schicki-Micki-Friseur Julian. In dem Klatsch-Roman wird gnadenlos mit der Berliner Gesellschaft abgerechnet, obwohl einige Passagen bereits vor der Veröffentlichung von der Realität übertroffen worden. Sowohl der FDP-Politiker Jürgen Möllemann, der am 5. Juni dieses Jahres bei einem Fallschirmsprung tödlich verunglückte, als auch TV-Moderator Michel Friedman sind in den Figuren des gelungenen Thrillers zwischen Shampoo und Schampus zu erkennen.

„Als Möllemann sprang und Friedman aufflog, wurde uns die Sache doch sehr unheimlich“, sagte Christine Eichel in einem Interview. „Nach Rücksprache mit unserem Verleger überarbeiteten und entschärften wir die Figur Möllemann, die aktuelle Entwicklung hat das erfordert“, meinte die Autorin. Zu Friedman gebe es lediglich Parallelen, betonte Eichel.

Überhaupt sind die Orte und Protagonisten des Geschehens nur notdürftig verfremdet. Die „Bar Francais“ ist leicht als der Berliner Szene-Treff „Paris Bar“ zu erkennen, und Meirs Berliner Konkurrent, Star-Friseur Udo Walz, taucht im Buch als Bodo Lansky auf. Auch der Berliner Presseball mit seinen Gästen wird zielsicher und äußerst unterhaltsam aufs Korn genommen. Der Ladys der Society bekommen genauso ihr Fett weg wie die Glamourgirls mit ihren zahllosen Schönheitsoperationen oder die skrupellos-machtgeilen Medienmacher.

In „Erzähl mir alles!“ wird der Friseur Julian schuldlos in ein böses Komplott verwickelt. Nach kurzem Knockout zieht der pfiffige Coiffeur zum Kampf auf das politische Parkett und setzt gemeinsam mit seinem Freund Benedikt ein hoch brisantes Ränkespiel mit furiosem Finale in Gang.

Das Ganze sprüht vor Witz und buchstäblich haarigen Einfällen Meirs, der reichlich aus einem Fundus von mehr als 25 Jahren als Figaro und Liebling der Gesellschaft schöpfen kann. Der Friseur mit Salons in Hamburg, München und Berlin will trotz seiner literarischen Erfolge künftig nicht aufs Haareschneiden verzichten. „Das macht mit einen Höllenspaß. Der Laden ist wie ein Theater: Ich bin der Regisseur, die Mitarbeiter sind das Ensemble, die Kunden Publikum und Kritiker.“

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