Neues Märchenbuch erschienen
Harry-Potter-Erfinderin zaubert wieder

Neuer Lesestoff für Harry-Potter-Fans: Fast eineinhalb Jahre nach der Veröffentlichung des letzten Romans um den Zauberschüler ist am Donnerstag ein neues Buch der britischen Autorin Joanne K. Rowling erschienen. "Die Märchen von Beedle dem Barden" kamen gleichzeitig in Deutschland, Großbritannien und zahlreichen anderen Ländern heraus. Rowlings neues Werk hat nur einen indirekten Bezug zu der abgeschlossenen Harry-Potter-Reihe.

HB HAMBURG/LONDON. Das Märchenbuch taucht im siebten Potter-Band auf, wo Harrys Freundin Hermine ein Exemplar aus dem Nachlass von Zauber-Direktor Dumbledore bekommt. In dem Buch entdeckt sie einen Hinweis, wie der unheimliche Bösewicht Lord Voldemort besiegt werden kann.

In einem verzauberten Garten, umgeben von hohen Mauern, sprudelt der Brunnen des wahren Glücks. Nur einmal im Jahr, zur Sommersonnenwende, kann ein einziger Mensch hierher gelangen und buchstäblich im Glück baden. Klingt märchenhaft - hat aber einen Haken: Die angeblich magische Fontäne im neuen Buch von Rowling hat nämlich gar keine Zauberkraft. Glücklich werden die drei Hexen und der Ritter mit Namen "Glücklos" trotzdem, als sie das falsche Wässerchen entdecken. Wie in allen fünf Geschichten des neuen Rowling-Buches "Die Märchen von Beedle dem Barden" gibt es nämlich eine eindeutige Moral: Für dein Glück musst du selber sorgen, und wenn du dich richtig anstrengst, findest du es auch.

Kurz nachdem 2007 der letzte Potter-Band auf dem Markt war, wurde bekannt, dass die britische Erfolgsautorin das ursprünglich nur für Freunde geschriebene und von ihr selbst illustrierte Märchenbuch veröffentlichen wollte. Für Rowling war der Märchenband "ein schöner Weg, Harry Potter "Goodbye"" zu sagen, erzählte sie in einem Interview. Sämtliche Honorarerlöse des in 23 Sprachen erscheinenden Buchs, das in Großbritannien und Deutschland am Donnerstag zeitgleich herauskam, gehen an Rowlings Kinderhilfsorganisation "Children's High Level Group", die sich für hilfsbedürftige Kinder vor allem in Osteuropa einsetzt. Es wird erwartet, dass sich der Märchenband weltweit bis zu acht Millionen Mal verkauft, wodurch rund 12 Millionen Pfund (knapp 14 Millionen Euro) für den guten Zweck zusammenkommen würden.

Vor allem kleine Potter-Fans können nun pünktlich zum Weihnachtsgeschäft glücklich in dem kleinen Bändchen versinken, denn Rowling verrät zahlreiche bislang unbekannte Details aus der Zauberwelt. Auf ihren Einfallsreichtum und Witz ist Verlass.

"Die Märchen von Beedle dem Barden sind eine Sammlung von Geschichten, die für junge Hexen und Zauberer geschrieben wurde. Sie werden seit Jahrhunderten gerne zur Schlafenszeit vorgelesen", schreibt Rowling in der Einleitung, die bereits ganz für Leser aus der Zauberei-Welt formuliert ist. Als "Buch im Buch" spielten die Geschichten im siebten Potter-Band eine wichtige Rolle. Bei kleinen Magiern sind sie so bekannt, wie bei Nicht-Zauberkindern Schneewittchen und Dornröschen. Rowling allerdings gibt zu: "Beedles Geschichten ähneln unseren Märchen in vielerlei Hinsicht; so wird Tugend meistens belohnt und Bosheit bestraft."

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