Neumeister
Begehrter Geldzähler

Der allgemeinen Auktion mit Alter Kunst bei Neumeister in München war eine kleine Abendauktion vorgeschaltet. Hier gab es Überflieger als auch Preiskorrekturen nach unten.
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MÜNCHEN. Einen unerwarteten Höhenflug absolvierten bei den ausgewählten 55 Werken von Neumeisters "350. Jubiläumsauktion" am 30. November 2010 in München fünf Gemälde von Personifikationen der "Fünf Sinne" von Petrus Staverenus. Der Geldzähler steht in dem Barockbild für den Hörsinn. Erst bei 107.000 Euro (netto) fiel der Hammer nach einem feurigen Bietgefecht für die je 16 x 12 cm großen Holztafeln, das der im Saal anwesende Agent eines griechischen Reeders gegen einen Telefonbieter für sich entschied. 8.000 Euro waren für die kleinen Werke des um 1650 in Den Haag erwähnten Künstlers erwartet worden. Auf 25.000 Euro kam ein farbiges Keramik-Rundbild mit einem Imperatorenportrait, das dem Florentiner Giovanni della Robbia zugeschrieben ist (Schätzpreis 28.000 Euro). Gut nachgefragt waren auch die drei Portraits von Bayerischen Invaliden und Ortsvorstehern von Carl Spitzweg, die sich ein Telefonbieter sicherte. 20.000 Euro bewilligte er für den "Major Loreck" - Spitzweg hielt hier seinen Neffen in Öl auf Papier fest (Taxe 20.000 Euro).

In der Auktion waren auch einige Gemälde des 19. Jahrhunderts aus der Schweinfurter Sammlung Schäfer, die Neumeister nach einem ersten Teil im Jahr 1999 bereits 2005 versteigerte. Erfolgreich schloss mit 23.000 Euro Zuschlag Karl Altmanns Genrebild eines oberbayerischen Wirtshauses ab. Es war mit 22.000 Euro taxiert. Für den Einlieferer ist das allerdings nicht besonders erfreulich. Er erwarb das Gemälde 2005 für 30.000 Euro Zuschlag (Quelle: Artnet), 16.000 Euro war damals der Schätzpreis (Ausführlicher Nachbericht folgt).


www.neumeister.com

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