Nick Hornby
Fußball und Popmusik

In den Neunzigern begeisterte Nick Hornby mit der liebevollen Beschreibung eines Mitdreißigers, der nicht erwachsen werden will. Er selbst feiert am Dienstag seinen 50. Geburtstag – und gilt längst als Kultautor. Dabei sah es lange Zeit ganz und gar nicht so aus, als würde Hornby jemals Erfolg haben.

HB LONDON. Am besten ist Nick Hornby, wenn er über Themen schreibt, die etwas mit ihm selbst zu tun haben. Das war schon 1992 bei seinem Debütroman „Fever Pitch“ so, in dem er sich die Leidenschaft für den Fußball und insbesondere für den Londoner Club „FC Arsenal“ vom Leibe schrieb. Vorher hatte der einstige Englischlehrer, seine Manuskripte fast acht Jahre lang von Buchverlagen meist postwendend zurück bekommen. Heute ist das für Fans in etlichen Ländern kaum noch vorstellbar: Der Engländer ist längst zum Kultautor aufgestiegen.

In Deutschland wurde er zunächst mit seinem zweiten Roman „High Fidelity“ (1995) bekannt. Darin schildert Hornby liebevoll-ironisch die Macken und Marotten eines Mitdreißigers, der partout nicht erwachsen werden will. Die Leser begeisterten sich für seine wunderbare Gabe, Alltagserlebnisse und Erfahrungen ganz normaler Menschen so witzig und zugleich prägnant wiederzugeben, dass sie sich problemlos darin wiederfanden.

„Mein Ehrgeiz ist, dass sich die Leute auf einer Buchseite von mir ausschütten vor Lachen und auf der nächsten heulen“, sagt Hornby, der in Cambridge Anglistik studiert hat. Am Ende siegt bei seinen tragikomischen Helden meist die Komik. „Geht's mir schlecht, weil ich traurige Popmusik höre? Oder höre ich traurige Popmusik, weil's mir schlecht geht?“, philosophiert Plattenladenbesitzer Rob (Typ liebenswerter Zukunftsverweigerer). Als ihn seine Freundin verlässt, sortiert er zum Trost erst einmal seine Plattensammlung. Hornbys 2003 erschienenen Essay-Sammlung „31 Songs“ handelt ebenfalls von der Beziehung zwischen Männern und Schallplatten.

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