Nina Hagen wird 60
„Ich finde das waaaaahnsinnig alt!!!“

Krachrosa und pfundweise Schminke: Nina Hagen hat aus sich eine Kunstfigur gemacht. Jetzt wird der schräge Paradiesvogel 60 und fühlt sich selbst „waaaaahnsinnig alt!!!“ Dennoch geht sie schon bald wieder auf Tournee.
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BerlinSie ist schrille Punk-Lady mit Löwenmähne und Reizwäsche oder einfühlsame Brecht-Interpretin mit Klampfe und Ringelsöckchen. Sie ist schnoddrige Nervensäge in Talkshows oder engagierte Kämpferin für den Weltfrieden. Nur eines kann man sich bei der Kunstfigur Nina Hagen schwer vorstellen - dass sie älter wird.

Am Mittwoch (11. März) feiert das einstige DDR-Girlie, Deutschlands „Godmother of Punk“, 60. Geburtstag. „Leute, ich bin jetzt 60, ich finde das waaaaahnsinnig alt!!!“, krakeelt sie in einem Interview. Und schwärmt im gleichen Atemzug von sämtlichen Hochzeiten, auf denen sie derzeit tanzt.

Im Frühjahr geht sie auf Tournee nach Frankreich, noch in diesem Jahr soll in Zusammenarbeit mit dem deutschen Blues-Rocker und Produzenten Daniel Welbat („WellBad“) ein neues Album herauskommen, und in zwei Kinofilmen übernimmt sie die Hauptrolle, einmal zusammen mit ihren Kindern Cosma Shiva (34) und Otis (24). „Es gibt halt Regisseure, die Frauen in fortgeschrittenem Alter sehr schön finden, hihi.“

Fünfzehn eigene Alben hat Nina Hagen in ihrer fast 40-jährigen Karriere herausgebracht und auf unzähligen anderen mitgewirkt. Vom legendären Debütalbum „Nina Hagen Band“ (1978) bis zur hochgelobten Gospelplatte „Personal Jesus“ (2010) und der jüngsten Polit-CD „Volksbeat“ (2011) erfand sie sich immer wieder neu, steckte auch zahlreiche Flops, Rückschläge und Durststrecken weg. Geblieben sind ihre orgelnde Vier-Oktaven-Stimme und die mitreißende Energie.

Geboren wurde sie 1955 als Tochter der bekannten Schauspielerin Eva-Maria Hagen und des Schriftstellers Hans Hagen in Ost-Berlin. Nach der frühen Trennung der Eltern wird der regimekritische Liedermacher Wolf Biermann als neuer Lebensgefährte der Mutter ihr Ziehvater. Auch sie gerät deshalb ins Visier der Stasi und darf - wohl aus politischen Gründen - nicht wie erhofft auf die Schauspielschule.

Mit Schlagern wie „Du hast den Farbfilm vergessen“ als Kultfigur der DDR-Jugend gefeiert, folgt sie 1976 mit ihrer Mutter dem ausgewiesenen Biermann in die Bundesrepublik. Sie macht mit wechselnden Bands Karriere und hat nach einem längeren Abstecher in die USA auch im Ausland Erfolg. 1985 spielt sie beim brasilianischen Festival „Rock in Rio“ vor mehr als 100.000 begeisterten Fans.

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„Alt ist auch schön“

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  • Was sind schon 60 Jahre? Ninas (und nicht Nenas) Musik wird man auch noch in 100 Jahren hoeren. Leute die von Musik was verstehen werden mir Recht geben. Alle Gute zum Geburtstag!!!!!

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