Notverkauf Museum lässt Gemälde versteigern

Aus finanzieller Not verkauft die Weserburg geschenkte Werke, darunter ein fotorealistisches Gemälde von Gerhard Richter. Der Verkauf ist ein Tabubruch. Auch wenn der Stifter sein Einverständnis gegeben hat, das Museum verkauft nur mit Bauschmerzen. Was der Verkauf bedeutet und wie es mit dem Museum weitergeht.
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Gerhard Richter: Die "Matrosen" (Ausschnitt) von 1966 schätzt Sotheby's auf sechs bis acht Millionen Dollar. (Bild: Sotheby's) Quelle: Sotheby's

Gerhard Richter: Die "Matrosen" (Ausschnitt) von 1966 schätzt Sotheby's auf sechs bis acht Millionen Dollar. (Bild: Sotheby's)

DÜSSELDORF. Sotheby?s versteigert Gerhard Richters "Matrosen" von 1966 im November in New York und Franz Gertschs "Luciano"-Porträt im Februar in London. International begehrtes Frischfutter zumindest bei Richter für das Auktionshaus, herber Verlust für die Weserburg, Museum für moderne Kunst in Bremen.

Tabubruch oder Verständnis für unterfinanziertes Museum?

Was aussieht wie ein Beispiel für den Tabubruch "Museum verkauft Bestand", ist auch Ausdruck von großer Selbstlosigkeit des Stifters und dessen tiefem Verständnis für die fortgesetzten Nöte der chronisch unterfinanzierten Weserburg.

Ludwig Roselius, Bremer Bürger, Kunstfreund, Kunstsammler und Kunstpreis-Stifter, hat zugestimmt, dass die Weserburg zukunftssicher wird und die kommenden Sparrunden übersteht: durch den Verkauf seiner bedingungslos überlassenen Sammlung.

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