„Ohne Lachen nicht gelebt“
Dick & Doof-Museum eröffnet

Dick und Doof haben gut Lachen. Denn die beiden Filmkomiker sind zu neuen Ehren gekommen. Vor einigen Wochen hat das einzige „Laurel & Hardy“-Museum in Deutschland eröffnet und lädt zum Staunen und Schmunzeln nach Solingen in Nordrhein-Westfalen ein.

HB/dpa KÖLN. Dicht gedrängt stehen Zinn-Figuren neben Marionetten, Spieldosen oder Anstecknadeln. Bücher, Plakate und Fotos sind zu bewundern - alles mit Dick & Doof-Motiv. Das Motto des Hauses ist auf einer Tafel gleich am Eingang zu lesen: „Ein Tag nicht gelacht, ist ein Tag nicht gelebt.“

„Laurel und Hardy bringen noch immer herzlich zum Lachen und wecken bei der älteren Generation Kindheitsträume“, erzählt Vera Günther, die das Museum mit ihrem Mann Wolfgang aufgebaut hat. „Es ist einfach wunderbar, wie die Leute hier alle zusammen einen Riesenspaß haben.“ Ums Geldverdienen geht es in dem kleinen Museum in einem Denkmal geschützen früheren Industriegebäude nicht. Gut 100 Besucher aus ganz Deutschland kommen an Wochenenden, außerdem viele Gruppen zu Sonderöffnungs-Zeiten - sie alle werden lediglich um freiwillige Spenden gebeten.

Zu den Schätzen des Hauses gehören die Filme von Stan & Ollie, die das Museum fast alle auf Zelluloid oder Video besitzt: „Von den 106 Filmen, die die beiden gedreht haben, haben wir alle, die noch auffindbar sind, auf Video oder als Super-Acht“, betont Sammlerin Günther. Auf einem gigantischen Fernsehschirm können sich die Besucher die Filme im Original mit deutschen Untertiteln ansehen.

„Wir haben manchmal richtige Schwierigkeiten, die Leute abends wieder rauszubekommen“. Das Ehepaar selbst hat sich die Streifen mehr als 100 Mal angesehen, kennt die Texte auswendig - und lacht noch immer. „Manche Dialoge sind schon in unser Privatleben aufgenommen.“

Die Ausstellungsstücke hat das Solinger Paar in aller Welt gesammelt. „Eine wichtige Quelle sind natürlich Trödelmärkte.“ So fanden auch zwei Hand geschnitzte Figuren aus Sumatra und Holzpuppen aus Bali ihren Weg ins Bergische Land. „Ist doch toll, dass man selbst in diesen Ländern Stan und Ollie kennt. Es gibt ja auch weltweit ungefähr 200 Clubs, die das Interesse an den beiden pflegen“, berichtet die Museums-Direktorin.

Den Namen Dick & Doof für das berühmte Duo findet Günther allerdings „etwas abfällig, denn sie waren alles andere als doof“. So berichten die Info-Tafeln denn auch über das Leben von Oliver Norvell Hardy (1892-1957) aus dem amerikanischen Harlem in Georgia und Arthur Stanley Jefferson (1890-1965) aus dem nordenglischen Städtchen Ulverston. Auch in den Geburtsorten der Komiker gibt es spezielle „Laurel & Hardy“-Museen, die auf großes Interesse stoßen, wie Günther erklärt: „Die beiden haben Freunde auf der ganzen Welt, weil sie nichts Doppeldeutiges haben - sie sind einfach nur witzig.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%