Opernball
Paris langweilt sich in Wien

Hilton-Gastgeber war Bau- und Gesellschaftslöwe Richard „Mörtel“ Lugner. Der zeigte sich begeistert – in puncto Medienaufmerksamkeit übertreffe sie alle bisherigen Gäste und werde auch Pamela Anderson den Rang ablaufen.

HB WIEN. Wien (AP) Großes Interesse an dem bunten Treiben auf dem Wiener Opernball hatte der Stargast offenbar nicht: Gelangweilt spielte Paris Hilton mit ihrem Handy und hantierte mit einem Schminkspiegel, als sich am Donnerstagabend fast 5 000 Besucher zum glanzvollen Höhepunkt des Wiener Faschings in der ausverkauften Staatsoper drängten. Die amerikanische Hotelerbin war vom Wiener Baulöwen Richard Lugner eingeladen worden und brachte neben ihren Eltern Kathy und Rick auch ihren Bruder und eine Cousine mit, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Selbst das professionelle Lächeln Hiltons im Blitzlichtgewitter konnte ihr Desinteresse an der Veranstaltung nicht verstecken. Während die 176 Debütanten-Paare in weißen Kleidern und schwarzen Smokings den 51. Opernball eröffneten, stützte sie den Kopf auf die Hände und blätterte im Programmheftchen. Die Tanzfläche sei etwas voll, erklärte die als Partygirl bekannte Blondine, nachdem sie in einem kurzen Fernsehinterview ihre Zukunftspläne erläutert (ein paar Kinder bekommen und Geschäfte machen) und über ihr Wohltätigkeitsengagement gesprochen hatte. Gastgeber Lugner war dennoch begeistert. „Die Paris Hilton schlägt alles“, sagte der 74-Jährige laut APA. Tatsächlich konnte sich Hilton trotz Bodyguards kaum einen Schritt in der Oper bewegen, ohne von Kamerateams und Fotografen bedrängt zu werden. „Oh mein Gott, sie wollen uns töten“, stöhnte ihre Mutter Kathy, als sie die schubsenden Journalisten vor der Tür ihrer Luxusloge sah. „Wieso gibt es hier keine Absperrungen?“, schimpfte Paris. Bereits um 0.30 Uhr, eine halbe Stunde früher als vertraglich festgelegt, verließ sie den Ball.

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