"Oscar" ist beim Patentamt geschützt
Grimme-Preis darf sich nicht Fernseh-"Oskar" nennen

Das Adolf Grimme Institut in Marl hat Post aus Hollywood bekommen: Der Grimme-Preis soll demzufolge nicht mehr mit dem Begriff „Fernseh-Oscar“ bezeichnet werden.

HB BERLIN/MALR. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat die Rechtsanwaltskanzlei Stockmann Gassner und Kollegen (Berlin) damit beauftragt, für den Schutz der Wortmarke Oscar zu sorgen. Dazu seien bislang rund 30 Medien angeschrieben worden, hieß es. Diese werden gebeten, in Zukunft auf die Markenrechte zu achten. Die Anwälte machen darauf aufmerksam, dass die Bezeichnung Oscar beim Deutschen Patent- und Markenamt geschützt sei. Diese Marke drohe zu verwässern, da immer wieder in der Presse vom Adolf Grimme Preis als „Fernseh-Oscar“ gesprochen werde.

Der Geschäftsführer des Grimme-Instituts, Bernd Gäbler, erklärte am Mittwoch, das Institut bedaure aufrichtig, dass die Marler Aktivitäten Hollywood „dermaßen in Unruhe versetzten“. In Zukunft seien alle „Grimme-Preisträger, Journalisten und auch Herr Lafontaine“ gebeten, auf die Bezeichnung „Fernseh-Oscar“ zu verzichten, sagte Gäbler und setzt ironisch hinzu: Falls dies zur Beruhigung der Lage beitrage, wolle das Adolf Grimme Institut der Hollywood-Academy im Gegenzug ausdrücklich erlauben, den Oscar als comparable with the famous Adolf-Grimme-Award zu bezeichnen. „Für beide Preise ist genug Platz in der Welt, für den Oscar in Hollywood und für den Adolf Grimme Preis in Marl.“

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