Oscar-Verleihung
And the winner is „Das Leben der Anderen“

Erst zum dritten Mal überhaupt hat ein deutscher Kinostreifen den begehrtesten Filmpreis der Welt erhalten: den Oscar. Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck hat am Sonntagabend in Los Angeles die Auszeichnung für den Stasi-Thriller „Das Leben der Anderen“ erhalten. Großer Gewinner des Abends war aber jemand anderes.

HB FRANKFURT/LOS ANGELES. In der Kategorie „Bester nicht englischsprachiger Film“ schlug der deutsche Streifen die Konkurrenten „Pans Labyrinth“ aus Mexiko, „After the Wedding“ aus Dänemark, „Days of Glorys“ aus Algerien und „Water“ aus Kanada. Der letzte Oscar für einen deutschen Film war 2003 an Caroline Links Film „Irgendwo in Afrika“ gegangen. Davor nahm Volker Schlöndorff 1980 den „Goldjungen“ für „Die Blechtrommel“ entgegen.

Henckel von Donnersmarck zeigte sich bei seiner Dankesrede tief bewegt über die Auszeichnung. Für ihn werde ein Traum wahr, sagte er. Der 33-Jährige hatte bereits den Europäischen und den Deutschen Filmpreis für sein Spielfilmdebüt erhalten. Zur Oscar-Verleihung war er mit seiner Ehefrau und den Hauptdarstellern Sebastian Koch und Ulrich Mühe angereist. Vom Roten Teppich aus grüßte Donnersmarck seinen Vater, der in Deutschland im Krankenhaus liegt. Es sei herrlich, bei der Oscar-Verleihung zu sein, sagte er.

Großer Gewinner des Abends war aber der amerikanische Regisseur Martin Scorsese mit seinem Film „The Departed: Unter Feinden“. Der Thriller wurde von der amerikanischen Filmakademie als beste Produktion des Jahres ausgezeichnet. Der 64 Jahre alte Scorsese nahm zudem den ersten Oscar seiner langen Karriere als bester Regisseur entgegen.

Die Trophäe als beste Hauptdarsteller bekamen die Britin Helen Mirren für ihre Leistung in „The Queen“ und der US-Schauspieler Forest Whitaker für seine Rolle in „The Last King of Scotland“. Der Film über den Klimawandel, „Eine unbequeme Wahrheit“ (An Inconvenient Truth) mit dem früheren US-Vizepräsidenten Al Gore wurde mit zwei Oscars gewürdigt: Als bester Dokumentarfilm und für den besten Filmsong. Den Preis als beste Nebendarsteller nahmen die US-Schauspieler Alan Arkin für „Little Miss Sunshine“ und Jennifer Hudson für „Dreamgirls“ entgegen. Das Globalisierungs-Drama „Babel“ war bei sieben Nominierung mit nur einem Oscar für die beste Filmmusik einer der Verlierer des Abends.

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