Palästinensischer Film „Paradise Now“
Berlinale hat den ersten Bären-Favoriten

Der Film "Paradise Now" des palästinensischen Regisseurs Hany Abu-Assad ist am Montag in einer ersten Vorstellung vor Kritikern mit großer Begeisterung und Anerkennung aufgenommen worden.

HB BERLIN. Die 55. Berlinale hat damit ihren ersten Bären- Favoriten: Der mit viel Fingerspitzengefühl für die schwierige politische Situation im Nahen Osten inszenierte Film reflektiert detailliert, sensibel und facettenreich den komplizierten Alltag in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten.

Für kinogerechte Spannung sorgt dabei die Konzentration auf das Schicksal zweier vermeintlicher Selbstmordattentäter. Der Regisseur nannte in Berlin als eines seiner wesentlichen Ziele "die möglichst getreue Spiegelung des Lebensgefühls in Palästina und Israel, um so zum Verständnis füreinander beizutragen".

Einen starken Auftritt hatte aber auch der deutsche Regisseur Marc Rothemund mit seinem Wettbewerbsfilm "Sophie Scholl - Die letzten Tage". Julia Jentsch ("Die fetten Jahre sind vorbei") spielt die Münchner Studentin, die 1943 von den Nazis als führendes Mitglied der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" hingerichtet wurde. Bei der Premiere am Sonntagabend spendete das Publikum langen und begeisterten Applaus.

Im offiziellen Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin konkurrieren insgesamt 22 Filme. Am Samstag wird die internationale Jury unter Vorsitz des deutschen Hollywoodregisseurs Roland Emmerich die Gewinner des Goldenen und der Silbernen Bären bekannt geben.

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