Paris Photo
Auf der ältesten Fotomesse der Welt

Paris wird dieser Tage zum Treffpunkt für Fotoliebhaber aus aller Welt. Anlass ist die Spezialmesse Paris Photo. In diesem Jahr breiten 128 Galeristen und 23 Fotobuch-Verleger ihr Angebot aus.
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ParisDie Fotogeschichte ist noch lange nicht fertig geschrieben. Das zeigt der Fall des Pariser Galeristen Serge Plantureux. Ihm gelang die Zuschreibung eines Porträts an den berühmten Pionier der Fotografie, Gustave Le Gray. Plantureux erwarb auf einer Auktion eine kleine Holzkiste mit Daguerreotypien, die Le Gray 1848 von seinen Freunden und seiner Frau anfertigte. Auch er selber ließ sich porträtieren. Das fanden der Galerist und sein Team mit Hilfe von Bildvergleichen am Computer heraus.

Lässig lehnt Le Gray auf seiner „Kamera“; herausfordernd blickt er dem Betrachter ins Auge. Die Entdeckung Plantureux’ ist einer der Clous dieser 16. Ausgabe der Paris Photo, die von Jahr zu Jahr aufs Neue ihre weltweite Vorherrschaft unter den Fotomessen festigt. Bis 18. November stellen 151 Aussteller aus 22 Ländern im Grand Palais aus.

Riesiges Konvolut der Fratelli Alinari

Erst aufzuarbeiten ist ein Konvolut von 1600 Fotografien der Fratelli Alinari aus dem Bestand der Pariser Galerist Baudoin Lebon. Vor 160 Jahren gründeten die Gebrüder Fratelli ihr Unternehmen in Florenz, das damit die älteste Fotografie-Firma der Welt ist. Baudoin Lebon erwartet für das Paket mit Abzügen aus dem 19. Jahrhundert 900.000 Euro. Seine Kollegin Michèle Chomette zauberte aus ihren Reserven Arbeiten des Amateurfotografen Félix Thiollier und seines Malerfreundes François-Auguste Ravier hervor. Die Aufnahmen, die zu Preisen zwischen 5.000 und 20.000 Euro angeboten werden, stammen aus den Jahren 1849 bis 1895. Zeitgleich läuft im Musée d'Orsay eine Thiollier-Schau.

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