Paul Durand-Ruel
Vorbild für die Kunsthändler der Moderne

Einige der schönsten Impressionisten auf dieser Welt sind durch die Hände des französischen Kunsthändlers Paul Durand-Ruel gegangen. Seine Geschäftsmethoden machten Schule: Exklusivverträge mit Künstlern, eine gezielte Preispolitik und die Zusammenarbeit mit Museen und Banken.
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ParisDer Pariser Kunsthändler Paul Durand-Ruel (1831-1922) war eine Persönlichkeit mit Durchsetzungswillen. Zeugnis davon legen die großartigen Impressionisten ab, die heute in den angesehensten Museumssammlungen weltweit hängen. Eine Wiederbegegnung ermöglicht zurzeit das Musée du Luxembourg in Paris. Und nicht nur das. Die Ausstellung erzählt zugleich anschaulich die Geschichte des Händlers in der Zeit von 1855 bis 1913.

Durand-Ruels Kinder, Enkel und Urenkel blieben im Kunstmarkt aktiv. So ist etwa Urenkel Christophe Durand-Ruel in der Abteilung für Gegenwartskunst bei Christie's tätig. Seine Cousine Flavie Durand-Ruel, die früher bei Christie's arbeitete, führt seit acht Jahren mit ihrem Onkel Paul-Louis Durand-Ruel das Archiv der Kunsthändlerfamilie („Archive sur l'Impressionnisme“). Außerdem sammelt sie zeitgenössische Kunst, genauso wie ihr Cousin François Durand-Ruel und dessen Frau Claire.

Hochkarätige Leihgaben

Paul Durand-Ruel, dessen Galerie bis 1974 weitergeführt wurde, erwarb im Laufe seines Lebens schätzungsweise 5.000 Gemälde und Skulpturen. Viele verkaufte Werke erwarb er später wieder, um sie entweder besser zu platzieren oder für seine eigene Privatsammlung zu behalten. In Paris sieht man derzeit 100 Gemälde impressionistischer Künstler, unter ihnen Pierre-August Renoir, Edouard Manet und Paul Cézanne; dazu gesellen sich Skulpturen von Auguste Rodin und Antoine-Louis Bayre sowie Bilder von Eugène Delacroix, Gustave Courbet und Jean-François Millet.

Exzeptionelle internationale Leihgaben und die Zusammenarbeit mit der National Gallery London und dem Philadelphia Museum of Art machten es möglich, dass auch drei Gemälde von Claude Monet aus der Serie „Pappeln“ und drei bedeutende Großformate von Renoir gezeigt werden.

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