Picasso, Braque, Gris
Lauder-Sammlung für Metropolitan Museum

Das New Yorker Metropolitan Museum bekommt ein Riesengeschenk von Leonard Lauer: Der Kosmetik-Milliardär vermacht der Institution seine milliardenschwere Sammlung kubistischer Kunst.
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New YorkDer Kosmetik-Mogul Leonard Lauder schenkt dem New Yorker Metropolitan Museum seine milliardenschwere Sammlung kubistischer Kunst. Es handele sich um 78 Werke unter anderem von bedeutenden Künstlern wie Pablo Picasso, Georges Braque, Juan Gris und Fernand Léger, teilte das Museum am Dienstag (Ortszeit) mit. „Dieses Geschenk wird das Museum verändern“, sagte Metropolitan-Direktor Thomas Campbell. „Es katapultiert uns an die Spitze der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Diese Sammlung ist einzigartig - etwas, wovon Museumsdirektoren träumen.“

Die von Experten auf einen Wert von rund einer Milliarde Dollar (etwa 770 Millionen Euro) geschätzte Kollektion gilt als eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen kubistischer Kunst. „Es ist ein Geschenk an die Menschen, die in New York leben und arbeiten, und diejenigen, die aus der ganzen Welt herkommen und die wunderbaren Kunsteinrichtungen besuchen“, sagte Lauder. Der Sohn der amerikanischen Unternehmerin Estée Lauder (1906-2004) stieg im Alter von 25 Jahren in dem von seiner Mutter gegründeten Kosmetik-Unternehmen ein. Der 80-Jährige gilt - ebenso wie sein Bruder Ronald Lauder - als bedeutender Kunstsammler und soll mehrfacher Milliardär sein.

Die Kubismus-Sammlung hat Leonard Lauder über Jahrzehnte zusammengetragen. Sie umfasst alleine 33 Werke des spanischen Maler-Genies Pablo Picasso, 17 des französischen Künstlers Georges Braque, 14 des Spaniers Juan Gris und ebenfalls 14 des Franzosen Fernand Léger. Gemeinsam mit einigen anderen Kollegen hatten diese Künstler Anfang des 20. Jahrhunderts den Kubismus begründet - eine Stilrichtung, die als Bruch mit der vorherigen Ästhetik gilt. Motive wurden neu zusammengesetzt, räumliche und plastische Darstellungsformen völlig neu interpretiert.

Als Grundstein des Kubismus gilt Picassos Werk „Demoiselles d'Avignon“, das eine Gruppe von Frauen zeigt - und beim ewigen New Yorker Konkurrenten des Metropolitan Museums, dem Museum of Modern Art, hängt. Das Metropolitan Museum ist nicht auf moderne Kunst spezialisiert, sondern zeigt Werke aus den vergangenen 5000 Jahren und verschiedenen Kulturkreisen. Erstmals soll die Sammlung Lauder im Herbst 2014 in einer Ausstellung in dem direkt am New Yorker Central Park gelegenen Museum gezeigt werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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