Pink wird Folksängerin
Die Hochzeit der Stimmen

Mit schrillen Auftritten und einprägsamen Hits ist Pink zum Weltstar geworden. Jetzt zeigt sich die US-Sängerin von ihrer ruhigen Seite. Mit dem kanadischen Folk-Sänger Dallas Green hat sie das Duo You+Me gegründet.
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New YorkDie US-Sängerin Pink gilt als schrille Pop-Rockerin, der Kanadier Dallas Green ist als Songschreiber mit akustischem Folk bekannt geworden. Auf den ersten Blick liegen musikalische Welten zwischen den beiden - und doch haben sie sich jetzt zu einem Duo-Projekt zusammengeschlossen: You+Me.

„Man kann mit anderen zusammenarbeiten, aber die Stimmen wirklich miteinander zu verheiraten, ist sehr schwierig“, gibt die 35-jährige Pink in einem im Internet veröffentlichtem Video zu. Auf dem am 10. Oktober erscheinenden ersten gemeinsamen Album „rose ave.“ haben die beiden genau das trotzdem versucht - mit schlichter Folkmusik, die nach der Weite Amerikas klingt.

Nur eine Woche traf sich das Duo in Los Angeles bei Alecia Moore, wie Pink mit bürgerlichem Namen heißt. „Ich dachte, wir würden ein bisschen Gitarre spielen und schauen, ob man mal etwas zusammen machen kann“, sagt Green. Aber Pink, die Green vor Jahren über ihren Ehemann Carey Hart kennengelernt hatte, hatte vorsichtshalber schon ein Aufnahmestudio gemietet. „Ich bin gern vorbereitet.“ In einer Woche entstanden acht der zehn Stücke auf „rose ave.“.

Für Green, dessen Stimme Pink als „engelsgleich“ lobt, war „rose ave.“ die erste songschreiberische Kooperation. Bis zur Auflösung vor wenigen Jahren war er Gitarrist der Post-Hardcore-Band Alexisonfire. Unter dem Namen City and Colour hat sich der 34-jährige Kanadier, jeweils begleitet von unterschiedlichen Indie-Musikern, inzwischen einen eigenen Namen gemacht. Alle vier Studioalben seiner Solokarriere erlangten Platinstatus in Kanada. In seinen melodischen Folkstücken spielt Green nicht nur Gitarre und singt, er ist auch manchmal am Klavier, Banjo oder Schlagzeug zu hören.

Für Pink ist die Folk-Musik etwas ganz Neues. Mit Pop-Rock-Alben wie „Misundaztood“ (2001) oder „Funhouse“ (2008) feierte die US-Amerikanerin Welterfolge und wurde mehrfach mit Grammys ausgezeichnet. Auf „rose ave.“ zeigt sie eine viel ruhigere Seite, beweist aber gleichzeitig ihre altbewährte Stimmgewalt und verarbeitet wie auch auf ihren Soloalben persönliche Erfahrungen.

Das Lied „Break the Cycle“ handle beispielsweise von ihrer Mutter, sagte die Sängerin der „Huffington Post“. „Es ist nicht das Liebeslied geworden, das ich erwartet hatte, aber es ist sehr ehrlich und viel mehr als ein Liebeslied“, sagt die 35-Jährige, die inzwischen selbst Mutter einer dreijährigen Tochter ist. Green und Pink klingen tatsächlich harmonisch zusammen. „Nahtlos“ und „organisch“ sei die Hochzeit ihrer Stimmen gewesen, sagt Pink und auch Green zeigt sich begeistert: „Es klingt nicht nach me featuring you oder you featuring me, es klingt nach uns.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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