Politprominenz beim 41. Theatertreffen in Berlin
Berliner Theatertreffen mit Antikriegs-Stück eröffnet

Mit einer umstrittenen Inszenierung von Heiner Müllers «Anatomie Titus - Ein Shakespearekommentar» ist in Berlin das Theatertreffen eröffnet worden. Es dauert bis zum 18. Mai.

HB BERLIN. Mit einem Stück von Heiner Müller hat am Samstagabend in Berlin das 41. Theatertreffen begonnen. Das Antikriegsstück «Anatomie Titus - Ein Shakespearekommentar» in der Inszenierung der Münchner Kammerspiele gilt als eines der umstrittensten der letzten Saison. Die Kritik blieb denn auch in Berlin nicht aus. «Theaterverweigerung!» schimpften manche Zuschauer nach der Premiere.

Der Eröffnung, an der auch Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (beide SPD) gekommen waren, folgen bis zum 18. Mai weitere Aufführungen aus dem deutschsprachigen Theaterraum. Mit dabei sind Regisseure wie Christoph Marthaler, Jürgen Gosch, Armin Petras und Dimiter Gotscheff. Das Motto des Treffens lautet: «Letzte Tankstelle vor der Wüste».

Während des Treffens werden auch drei Preise vergeben. Der Theaterpreis Berlin 2004 der Stiftung Preußische Seehandlung wird am 10. Mai an Christoph Marthaler und Anna Viebrock verliehen. Daneben gibt es noch den 3sat-Preis für eine «zukunftsweisende Leistung des deutschsprachigen Schauspiels» und den Alfred-Kerr-Darstellerpreis.

Auf dem «Stückemarkt» stellen Autoren aus Deutschland, Polen, Spanien und Litauen neue Werke vor. Zum ersten Mal gibt es einen Dramatiker-Workshop. Zwei Diskussionen mit den Titeln «Der unerklärte Krieg» und «Wie politisch ist das deutsche Theater?» vervollständigen das Programm.

Der Fernsehkanal 3sat und der ZDF-Theaterkanal werden Aufführungen live oder zeitversetzt übertragen.

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