Preis der Buchmesse
Leipzig kürt die besten deutschen Bücher

Die Spannung steigt in Leipzig. Denn am Donnerstag gibt die Jury die Preisträger in drei Kategorien bekannt. Und die Wahl fällt nicht leicht: schließlich waren 700 Titel im Rennen. Die Sieger können sich über 45 000 Euro freuen.
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HB LEIPZIG. Der Preis der Leipziger Buchmesse wird zum dritten Mal vergeben. Die von Leipziger Messe, Stadt und Land mit Unterstützung des Literarischen Colloquiums Berlin jährlich verliehene Auszeichnung würdigt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen in der Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Die Verlage konnten drei Titel pro Kategorie vorschlagen. Die Jury unter Vorsitz von Martin Lüdke (SWR) musste wiederum aus weit mehr als 700 Titeln wählen.

Für die Endrunde nominierte das Gremium, dem Literaturkritikerin Sigrid Löffler, "Zeit"-Literaturchef Ulrich Greiner sowie Richard Kämmerlings ("Frankfurter Allgemeine Zeitung"), Franziska Augstein ("Süddeutsche Zeitung") und Uwe Justus Wenzel ("Neue Zürcher Zeitung") angehören, zehn Romane, Sachbücher und Essays sowie fünf Übersetzer. In der Kategorie Belletristik stehen "Rummelplatz" von Werner Bräunig (Aufbau), "Mittelmäßiges Heimweh" (Hanser) von Wilhelm Genazino, "Anmut und Gnade" (Eichborn) von Wolfgang Schlüter, Ingo Schulzes "Handy - Dreizehn Geschichten in alter Manier" (Berlin Verlag) sowie "Kältere Schichten der Luft" (Fischer) von Antje Rávic Strubel zur Auswahl.

In der Kategorie Sachbuch/Essayistik fällt die Entscheidung zwischen "Stille Post" (Propyläen) von Christina von Braun, Saul Friedländers "Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden 1939-1945" (Beck), Josef Haslingers "Phi Phi Island" (Fischer), "Theater in Deutschland 1887-1945" von Günther Rühle (Fischer) sowie Bernd Stövers "Der Kalte Krieg" (Beck).

Nominiert für die beste Übersetzung sind Swetlana Geier, Gunhild Kübler, Rainer G. Schmidt, Hinrich Schmidt-Henkel und Andreas Tretner.

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