Preise
Spendabler Gewinner

Die Stadt Leipzig hat am Freitag auf der Leipziger Buchmesse den "Gutenberg-Preis 2007" verliehen. Der Gewinner spendete sein Preisgeld der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Der "Preis der Literaturhäuser 2007" ging an die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff.

HB LEIPZIG. Die Stadt Leipzig hat am Freitagabend zur Leipziger Buchmesse ihren mit 10 000 Euro dotierten Gutenberg-Preis an den Typografen und Grafiker Ahn Sang-Soo aus Südkorea vergeben. Ihm sei mit seinen Schriftentwürfen und typografischen Gestaltungen eine revolutionäre Erneuerung der koreanischen Hangul-Schrift gelungen, begründete die Jury ihre Wahl. Der Künstler spendet das Preisgeld der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB). Mit dem Gutenberg-Preis werden seit 1959 Persönlichkeiten und Einrichtungen geehrt, die sich mit besonderen Leistungen um die Buchkunst verdient gemacht haben. Seit 1993 wird er im jährlichen Wechsel mit dem gleichnamigen Preis der Stadt Mainz vergeben.

Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff hat am Freitag auf der Leipziger Buchmesse den mit 8000 Euro dotierten Preis der Literaturhäuser 2007 erhalten. "Sie ist eine große Autorin, scharfsinnig, kunstvoll, berauschend", begründete das Netzwerk der Literaturhäuser die Entscheidung. "Ihre Lesungen schlagen das Publikum durch ihre pointierte Liebe zum Detail und einen Hauch Anarchie in den Bann." Die Auszeichnung besteht aus einer Lesereise durch alle Literaturhäuser.

Die acht Einrichtungen in Deutschland und Österreich prämieren jährlich Autoren, die sowohl mit ihrem literarischen Werk als auch mit ihrem Vortragsstil ästhetische Maßstäbe setzen. Lewitscharoff ist nach Uwe Kolbe, Ulrike Draesner, Bodo Hell, Peter Kurzeck und Michael Lentz die sechste Preisträgerin.

Lewitscharoff wurde 1954 in Stuttgart geboren. Nach dem Studium der Religionswissenschaft in Berlin arbeitete sie als Buchhalterin in einer Werbeagentur. Ihre schriftstellerische Tätigkeit begann mit dem Verfassen von Features und Hörspielen für den Rundfunk. Der Gewinn des Ingeborg-Bachmann-Preises 1998 mit ihrem Erstlingsroman "Pong" brachte ihr den Durchbruch als Autorin. 2006 wurde sie mit dem Kranichsteiner Literaturpreis ausgezeichnet.

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