Prêt-à-Porter
Auftakt im Schatten des Galliano-Skandals

Das Modehaus Dior ist gewohnt, im Mittelpunkt der Prêt-à-Porter-Schauen zu stehen. Allerdings ist die Aufmerksamkeit durch den Rassismusskandal um John Galliano eher unerwünscht. Design-Highlights rücken in den Hintergrund.
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Im Zeichen des Skandals um Dior-Designer John Galliano haben die Pariser Prêt-à-Porter-Schauen für Herbst/Winter 2011/12 am Dienstag begonnen. Zwar stehen insgesamt über 90 Schauen auf dem Kalender des neuntägigen Modemarathons, doch im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Dior-Schau an diesem Freitag. Galliano, der antisemitischer Äußerungen beschuldigt wird, wurde von dem französischen Modehaus kürzlich suspendiert. Nach Angaben von Mitarbeiten laufen die Vorbereitungen für die Show weiter, die Präsentation wird vermutlich ohne den britischen Modemacher stattfinden.

Nun spekulieren alle schon über einen Nachfolger. Und damit stiehlt das Defilee ohne Designer ein wenig der meist gehypten Präsentation die Schau: Am Sonntag (6.3.) wird der Franzose Christophe Lemaire seine erste Kollektion für das Modehaus Hermès präsentieren. Als Nachfolger für Jean Paul Gaultier hat die ursprünglich aus der Sattelmacherei stammende Luxusmarke sich einen Designer ausgesucht, der ihr sportliches Image unterstreichen wird. Lemaire war zuvor rund zehn Jahre Kreativdirektor von Lacoste. Er ist für klare Linien bekannt und eine erfrischend unprätentiöse Art. Perfekt schneidern kann er - seine Karriere startete bei den „Meistern“ Yves Saint Laurent und Thierry Mugler.

Als weitere Höhepunkte der Schauenwoche gelten die Präsentationen der angesagten Phoebe Philo für Céline sowie die von Yves Saint Laurent, Chanel und Louis Vuitton. Vuitton sollte ursprünglich am Mittwochabend das Prêt-à-Porter abschließen, die Schau wurde nun auf den Morgen dieses letzten Schauentages (9.3.) verlegt.

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