Prinzipalin des Wuppertaler Tanztheaters
Alles ist Tanz

Die Grande Dame Pina Bausch lädt zu drei sinnlichen Festwochen in Düsseldorf, Essen und Wuppertal ein.

Die Tänzer wandern durch ein Feld aus Nelken. Erklimmen einen Berg aus Päonien. Stampfen auf Torf oder laufen durch Wasser. Alles ist Tanz – jedenfalls bei Pina Bausch. Die Prinzipalin des Wuppertaler Tanztheaters bereitet sich zurzeit nicht etwa auf eine ihrer triumphalen Auslandstourneen in New York, Tokio, Rom oder Hongkong vor, sondern fiebert einem Heimspiel entgegen.

Auf ihren Reisen hat Pina Bausch Künstler entdeckt und oft enge Kontakte geknüpft. Viele dieser Tänzer, Choreografen und Musiker sind nun mit dabei, wenn es vom 1. bis 24. Oktober heißt: „Tanztheater – 3 Wochen mit Pina Bausch in Düsseldorf, Essen und Wuppertal“. Die Bausch-Festspiele lösen das Internationale Tanzfestival NRW ab, das dringend neuer Impulse bedurfte. Mit Pina Bausch als künstlerischer Leiterin wird nun alles anders.

Festival – das Wort mag die Königin des deutschen Tanztheaters ja nicht. Und sie vermied dieses Wort auch, als sie das Programm in Berlin vorstellte, das ihre ganz persönliche Handschrift trägt. Für jeden ihrer eingeladenen Künstler fand die Bausch in ihrem weichen rheinischen Singsang Worte der Bewunderung. Als extrem medienscheu ist sie ja bekannt, über ihre Stücke gibt sie nur selten Auskunft. Diesmal wirkte sie gelöst und heiter. Die sanfte Melancholie, die sie wie eine schützende Aura umgibt, hatte sich verflüchtigt.

Zwei Mal hat sie schon ein Fest in Wuppertal veranstaltet, erstmals 1998, als das Wuppertaler Tanztheater seinen 25. Geburtstag feierte, dann noch einmal 2001. Auch damals hatte sie Künstler aus aller Welt zu einem fröhlichen „Come together“ eingeladen. Und die staunenden Wuppertaler konnten schon mal eine ganze Bruderschaft von Shaolin-Mönchen in der Schwebebahn antreffen. Danach hatte die Bausch keine Ruhe mehr: „Mir wurde immer wieder gesagt: ,Das war so schön! Wann machst du das wieder?’“

Pina Bauschs Enthusiasmus, ihre Liebe zum Tanz und zu den Tänzern wirken ansteckend. Und für ihre Festspiele hat sie sich viele Überraschungen und Extras ausgedacht. So wird das Stück „Der Fensterputzer“ diesmal in Japanisch und Englisch gezeigt – eine Verbeugung vor der japanischen Community in Düsseldorf. Im Düsseldorfer Opernhaus eröffnet Pina Bausch ihr „Tanztheater“-Fest am 1. Oktober mit „Iphigenie auf Tauris“. Zeitgleich findet dort die Internationale Tanzmesse NRW statt, die vom 29. September bis 2. Oktober nicht nur Fachpublikum, sondern auch die Tanzaficionados anlockt.

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