Prominenz trifft sich zu Wagner-Klängen
Gespanntes Warten auf den neuen „Ring der Nibelungen“

Mit einer Wiederaufnahme der Oper „Der fliegende Holländer“ werden an diesem Dienstag die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth eröffnet. Im Mittelpunkt der 95. Festspiele steht aber die mit Spannung erwartete Neuproduktion von Wagners größtem Werk.

HB BAYREUTH. Die Inszenierung des „Fliegenden Holländers“ stammt von Claus Guth, Dirigent ist Marc Albrecht. Im Mittelpunkt der 95. Festspiele steht aber die mit Spannung erwartete Neuproduktion von Wagners vierteiligem Hauptwerk „Der Ring des Nibelungen“ in der Regie des Dramatikers Tankred Dorst und unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann.

Abgerundet wird der Spielplan mit Wiederaufnahmen von „Tristan und Isolde“ in der Inszenierung von Christoph Marthaler (Dirigent: Peter Schneider) sowie von „Parsifal“ in der Regie von Christoph Schlingensief (Dirigent: Adam Fischer). Insgesamt stehen bis zum 28. August 30 Vorstellungen auf dem Spielplan. Alle Aufführungen im knapp 2000 Plätze bietenden Festspielhaus sind seit langem ausverkauft.

Zur Festspieleröffnung wird wieder viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft erwartet. Bundespräsident Horst Köhler wird nach Angaben der Stadt Bayreuth in diesem Jahr allerdings ebenso wenig dabei sein wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die treue Bayreuth-Besucherin will sich erst den zweiten „Ring“-Zyklus vom 11. bis 16. August anschauen.

Die vier „Ring“-Premieren - „Das Rheingold“, „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ - sind vom 26. bis zum 31. Juli angesetzt. Regisseur Tankred Dorst hatte für die Neuinszenierung nur zwei Jahre Zeit. Er erhielt den Auftrag von Festspielchef Wolfgang Wagner, nachdem der ursprünglich verpflichtete dänische Filmregisseur Lars von Trier überraschend abgesagt hatte. Für den 80-jährigen Dorst ist es die erste Opernregie überhaupt.

Richard Wagner (1813-1883) hatte mit Unterbrechungen 26 Jahre lang an der Nibelungen-Saga gearbeitet. Das Bayreuther Festspielhaus wurde eigens für die Aufführung der 16 Stunden Spielzeit umfassenden Tetralogie errichtet und 1876 mit dem ersten „Ring“ eingeweiht. Die diesjährige Neuinszenierung ist die dreizehnte seit Beginn der Festspiele und die zehnte der Ära „Neu-Bayreuth“ nach dem Zweiten Weltkrieg.

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