Reaktionen auf den ESC
Auftritt gelungen, Platzierung verfehlt

"Wir haben unsere Ehre zurückerobert", kommentieren die schwedischen Medien den dritten Platz beim ESC. Auch die Österreicher waren mit ihrem Auftritt zufrieden, obwohl ihr Sternchen am Ende nur auf Platz 18 landete.
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Stockholm/Wien/Mailand"Wir haben unsere Ehre zurückerobert", titelte Schwedens größte Boulevardzeitung "Expressen" nach dem dritten Platz von Eric Saade beim ESC. Im hohen Norden Europas ist der Schlagerwettbewerb seit vielen Jahren der Quotenknaller, der allenfalls vom Finale der Eishockey-WM noch getoppt wird.

Allein die über mehrere Wochen laufende Qualifikation für die nationale Endausscheidung zieht Jahr für Jahr mehrere Millionen TV-Zuschauer an. In den anderen nordischen Ländern ist das ähnlich.

Nachdem Schweden vor einem Jahr bereits im Halbfinale ausschied, lagen jetzt alle Hoffnungen auf Saades "Popular". Der simple Pop-Song setzte sich vermutlich allein wegen einer spektakulären Show durch und landete schließlich auf dem ehrenvollen dritten Platz - der besten Platzierung Schwedens seit 1999 und nur geschlagen von Außenseiter Italien und dem Siegertitel aus Aserbaidschan.

Und auch der Siegertitel "Running scared" des Duos Ell/Nikki stammte aus schwedischer Produktion: Der Titel wurde von drei Schweden komponiert, für die Choreographie stand ein Schwede ebenso wie für das Design der Kleider. Und auch der Backgroundchor kam direkt aus Stockholm. "Sverigebaidschan" triumphierten denn auch gestern die großen Zeitungen.

Die Show aus Düsseldorf erhielt von der seriösen Tageszeitung "Svenska Dagbladet" nur mittelmäßige Noten. Die "Satellite"-Version von Stefan Raab zu Beginn der Show sei "recht geglückt" gewesen, schrieb der Reszensent, um dann gegen Jan Delay richtig auszuholen: "Auf jeden Fall geglückter als die Zwischennummer mit einem deutschen Soulfunk-Affen, den man nie mehr sehen und hören möchte".

Österreich hat den Song Contest genossen

Vier lange Jahre hat Österreich beim Eurovision Song Contest mit Abwesenheit geglänzt. Schlechte eigene Platzierungen, zu hohe Kosten - das waren die Hauptgründe gegen eine Teilnahme.

Doch nachdem im vergangenen Jahr der große Bruder aus dem Norden mit Lena den Wettbewerb gewonnen hatte, waren auch die Wiener Fernsehmacher vom ORF wachgeworden und hatten sich wieder für eine Teilnahme entschieden.

Dass es die 20-jährige Sängerin Nadine Beiler nach der langen Abstinenz bis ins Finale geschafft hat, gilt in der Alpenrepublik schon einmal als Erfolg. "Ganz Europa redet über einen", freut sich die Tirolerin über ihren Auftritt in Düsseldorf. Die "kleine Frau mit der großen Stimme", so ihr Produzent Thomas Rabitsch, lieferte eine ordentliche Präsentation ab. Dass es am Ende nur Platz 18 wurde, tat der positiven Stimmung keinen Abbruch.

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