Reaktionen Verleger und Autoren

„Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ von dem israelischen Historiker Yuval Noah Harari gewann den Wirtschaftsbuchpreis. Nicht alle Anwesenden waren der Meinung, dass dieses Buch die richtige Wahl ist.
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Verleger Dr. Jonathan Beck, Bert Ruerup, und Dr. Wolfgang Fink (v.l.), diskutieren bei der Podiumsdiskussion zum Wirtschaftsbuchpreis auf der Frankfurter Buchmesse.
Podiumsdiskussion zum Wirtschaftsbuch des Jahres, Verleger Dr. Jonathan Beck

Verleger Dr. Jonathan Beck, Bert Ruerup, und Dr. Wolfgang Fink (v.l.), diskutieren bei der Podiumsdiskussion zum Wirtschaftsbuchpreis auf der Frankfurter Buchmesse.

Kontroverse Diskussionen löst das Siegerbuch von Yuval Noah Harari aus, auch auf der Buchmesse: Ist es die düstere Vision einer Welt, in der die Maschinen den Menschen beherrschen, in der ein neuer Supermensch entsteht, oder gibt der Autor jedem Leser Denkanstöße, die nicht pessimistischer Natur sind?

Jede neue Technologie und jede Veränderung besitzen sowohl ein äußerst positives als auch ein sehr negatives Potenzial, sagt der Historiker im Interview.

Sein Verleger, Jonathan Beck, diskutierte darüber auf der Bühne des Börsenvereins mit den beiden Jurymitgliedern des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises, Professor Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institute und Wolfgang Fink, Co-Vorsitzender des Vorstands von Goldman Sachs.

Die Verleihung in Bildern
Der Wirtschaftsbuchpreis
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Die Prämierung des besten Wirtschaftsbuchs des Jahres in Deutschland ist zum festen Termin für Verleger und Unternehmer geworden. In diesem Jahr wurde Yuval Noah Hararis Buch „Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ ausgezeichnet. Im Bild (von links nach rechts): Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart, Goldman-Sachs-Co-Chef Jörg Kukies, Beck-Verleger Jonathan Beck, Jury-Mitglied Ann-Kristin Achleitner, Goldman-Sachs-Co-Chef Wolfgang Fink, Handelsblatt-Research-Chef Bert Rürup und Juergen Boos, Direktor der Buchmesse.

Quelle: Markus Kirchgessner

Yuval Noah Harari
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Yuval Noah Harari lehrt Weltgeschichte an der Hebrew University in Israel und hat bereits mit „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ einen Weltbestseller geschrieben. In „Homo Deus“ beschäftigt er sich mit der Frage, wie künstliche Intelligenz die Entwicklung der Menschheit beeinflusst.

Die Begründung
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Die Jury, zu der auch Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart gehört, hat sich für das Buch entschieden, um einen Akzent zu setzen: „Es geht um die Folgen des technisch-zivilisatorischen Umbruchs, in dem wir uns befinden. Der Autor bietet brillant geschriebene Denkanstöße und startet eine Debatte, die von uns allen fortgeführt werden muss“, heißt es in der Begründung. Im Bild: Gabor Steingart im Gespräch mit Beck-Verlags-Geschäftsführer Jonathan Beck.

Quelle: Markus Kirchgessner

Gabor Steingart
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Preisverleihung Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2017: Der Sieger habe ein Werk geschrieben, das die Jury nicht überzeugt, sondern begeistert habe, sagte Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart.

Gabor Steingart
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"Wir sollten uns trauen, auch das bisher Undenkbare zu denken", sagte der Handelsblatt-Herausgeber.

Jutta Allmendinger
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Die Professorin Jutta Allmendinger hat ein Buch darüber geschrieben, wie sich die Deutschen ihre Zukunft vorstellen. Basis dafür war eine Studie mit 3100 Menschen. Ihr Appell an die Politiker: Kümmert Euch um unsere Kinder.

Rainer Hank
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Der Wirtschaftsjournalist Rainer Hank hat ein Buch über die Macht geschrieben. Warum man sein Buch lesen sollte? Hank zitierte dafür den Erfinder der Serie "House of Cards", Michael Dobbs: "Politik und Wirtschaft sind dann interessant, wenn's nicht um Politik und Wirtschaft geht, sondern um die großen Themen: Macht und Sex."

Eine angeregte Stunde, die deutlich machte, wie sehr Harari das große Zukunftsthema getroffen hat. Wer das Buch liest und anschließend nachdenkt, kommt zu einem offenen Ergebnis.

Für die Mitglieder des Handelsblatt-Wirtschaftsclubs gab es anschließend eine Führung über die Buchmesse mit Stationen bei Random House, bei den Verlagen Knaus und C.Bertelsmann, wo es um den Buchmarkt und die Entstehung und Vermarktung eines Buches ging. Beim Schweizer Verlag Diogenes ließ sich Bestsellerautor Martin Walker befragen und signierte.

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