Rezension „Guardians of the Galaxy“
Marvels Charme-Bolzen erobern die Leinwand

Dem Comic-Macher Marvel geht langsam der Stoff aus: Nun kommt mit den „Guardians of the Galaxy“ die Außenseiter-Bande ins Kino. Der Film zeigt liebenswürdige Helden, die in einem großartigen Finale die Welt retten.
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JerusalemLangsam aber sicher hat Marvel so ziemlich jeden seiner kommerziell erfolgreichen Comics auch auf die Kino-Leinwände gebracht. Selbst „Thor“, die graue Maus der Avengers, hat bereits zwei Solo-Auftritte auf der Leinwand absolviert. Damit macht Marvel, das mittlerweile zum Disney-Konzern gehört, so ziemlich alles richtig, die verschiedenen Franchises spielen Milliarden ein.

Mit den „Guardians of the Galaxy“ geht die Comic-Schmiede nun jedoch ein Risiko ein, die Heftchen der Reihe fristen seit Jahrzehnten ein Nischendasein. Um die Reihe aus dem Schatten der Avenger-Garde zu befördern, scheute Marvel keine Kosten und Mühen, der Aufwand war gewaltig. Doch das Risiko wird belohnt, „Guardians of the Galaxy“ ist ein Charme-Bolzen bisher unbekannten Ausmaßes.

Als Kind wurde Peter Quill (Chris Pratt) von außerirdischen Piraten quasi vom Sterbebett seiner Mutter entführt. 26 Jahre später schlägt er sich nun selbst mit kleineren und größeren Diebstählen als Ganove durch den Weltraum. Sein neuestes Objekt der Begierde bringt sein Leben jedoch gehörig durcheinander: Nachdem Quill ein kugelförmiges Artefakt mitgehen lässt, bekommt er gleich doppelt Ärger.

Nicht nur sein Stiefvater Yondu (Michael Rooker), Anführer der Weltall-Piraten, setzt ein Kopfgeld auf ihn aus, um an das Diebesgut zu kommen. Auch Bösewicht Ronan (Lee Pace) verzehrt sich nach der Kugel und schickt die Auftragskillerin Gamora (Zoe Saldana) auf Quills Fährte.

Kurz bevor die Quill jedoch den gar ausmachen kann, funken ihr der genmanipulierte, an einen Waschbär erinnernde Rocket (Stimme im Original: Bradley Cooper) und der wandelbare, baumartige Riese Groot (Stimme: Vin Diesel) dazwischen. Das aufgekratzte Duo hat es auf Quills Kopfgeld abgesehen.

Da die großangelegte Rangelei der vier Protagonisten nicht unbemerkt bleibt, wandern sie zusammen in ein Hochsicherheitsgefängnis. Hier rauft sich die Gruppe zusammen, Gamora hat einen Käufer für das Artefakt. Kraftprotz Drax (Dave Bautista) hatte eigentlich das Bedürfnis, der frechen Gamora die Lichter auszuknipsen. Als er aber erfährt, dass sie ihn zu Ronan, dem Mörder seiner Familie bringen kann, brechen die fünf Sträflinge gemeinsam aus und machen sich in Quills Raumschiff auf zum geheimnisvollen Käufer des Artefakts.

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