Rezension „Lucy“
Scarlett Johansson als Action-Heldin unter Superdroge

Luc Besson liebt starke, weibliche Titelhelden. In „Lucy“ schickt er Scarlett Johansson ins Action-Abenteuer – mitreißend, bildgewaltig und ohne jeden Anspruch auf Logik. Auf Droge besiegt sie Gegner durch ihre Gedanken.
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DüsseldorfWas wäre wohl alles möglich, wenn der Mensch die volle Leistungsfähigkeit seines Gehirns nutzen könnte? Die Frage hat sich auch der französische Filmemacher Luc Besson gestellt. Auch wenn er sich dabei in seinem neuesten Werk „Lucy“ recht schnell von allem Wissenschaftlichen und tatsächlich Machbarem löst, bleibt doch die Erkenntnis: Es wäre unfassbar unterhaltsam.

Auch wenn die 25-jährige US-Studentin Lucy (Scarlett Johansson) es für ein Auslandssemester nach Taipei in Taiwan geschafft hat, ist sie eigentlich nicht der hellste Stern am asiatischen Nachthimmel. Auch die Wahl ihres neuen Freunds Richard (Pilou Asbaek) stellt sich schnell als unglücklich heraus, als der sie dazu zwingt, für ihn einen Koffer an den mysteriösen Mr. Jang (Choi Min-sik) zu übergeben. Die Übergabe geht gewaltig schief, Richard wird erschossen. In dem Koffer befindet sich die extrem wertvolle, synthetische Droge CPH4.

Um aus dem Schlamassel wieder heraus zu kommen, muss Lucy als Drogenkurier herhalten. Ihr wird ein Päckchen der Droge in den Bauchraum implantiert, so soll sie die Ware nach Europa schmuggeln. Nachdem ihr jedoch einer ihrer Peiniger in den Bauch tritt, gelangt die Droge ohne Umwege in hoher Dosierung in ihre Blutlaufbahn.

Doch anstatt an einer Überdosis zu sterben, entdeckt Lucy plötzlich erstaunliche Fähigkeiten: Die Droge steigert ihre zerebralen Fähigkeiten so weit, dass sie sogar zu Telepathie – und Kinetik in der Lage ist. Plötzlich kann sie sich an alles erinnern, was sie jemals aufgeschnappt hat – selbst an den Geschmack der Muttermilch.

Nachdem sich Lucy ihrer Allmacht bewusst wird, startet sie eine Art Rache-Tournee. Sie dringt in das Hauptquartier ihrer Peiniger ein und tötet dort alles, was sich bewegt – bis auf Jang. Den Drogenboss verschont sie. Sonst wäre der Film auch relativ schnell vorbei gewesen, schließlich jagt Jang Lucy danach bis nach Paris.

Um ihre neuen Fähigkeiten zu erforschen, setzt sich Lucy mit dem renommierten Hirnforscher Samuel Norman (Morgan Freeman) in Verbindung, der sie davon überzeugt, ihr neuerlangtes, überbordendes Wissen mit der Menschheit zu teilen. Auf dem Weg zu ihm nach Paris kommen ihr Jangs Schergen immer näher.

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Scarlett Johansson als Action-Heldin unter Superdroge

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89 Minuten Vollgas-Veranstaltung

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Nur Morgan Freeman hält mit „Lucy“ mit

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