Rock am Ring
80.000 Besucher - auch ohne MTV

Nach schleppenden Vorverkauf ist das Festival Rock am Ring mittlerweile fast ausverkauft. Erstmals ist der langjährige TV-Partner MTV nicht mit an Bord - doch die Öffentlich-Rechtlichen springen in die Bresche.
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Gut eine Woche vor Beginn von Rock am Ring ist das Festival auf dem Nürburgring in der Eifel so gut wie ausverkauft. „Der Vorverkauf lief zunächst langsamer an als in der Vorjahren“, sagte Konzertveranstalter Andre Lieberberg im Interview der Nachrichtenagentur dapd in Frankfurt. Mit mehr als 80.000 verkauften Tickets stehe Rock am Ring jedoch jetzt kurz vor dem Ausverkauf.

Besonders stolz ist Lieberberg auf die Verpflichtung der Gruppe System of a Down. Sie gehöre derzeit zu den wichtigsten Hardrock-Bands der Welt. In diesem Jahr gibt es zudem eine Neuerung bei dem Festival: Der SWR wird als Medienpartner die Konzerte produzieren und löst damit nach langen Jahren den Musiksender MTV ab.

Das dreitägige Rockfestival in der Eifel gilt nun schon zum 26. Mal als Start in die deutsche Festivalsaison. Mehr als 90 Bands werden vom 3. bis 5. Juni auf dem Nürburgring auftreten. Parallel dazu findet das Zwillingsfestival Rock im Park in Nürnberg statt, bei dem dieselben Bands zeitversetzt spielen. Laut Lieberberg wird in Nürnberg mit 55.000 bis 60.000 Besuchern gerechnet.

Künstlerisch werde bei der Programmplanung immer versucht, neue musikalische Akzente zu setzen, sagte Lieberberg. Es sei wichtig, „dass sich das Festival programmatisch stetig weiter entwickelt“, betonte er. Es sei schön zu sehen, wenn Bands, die vor einigen Jahren noch auf den kleineren der drei Bühnen gespielt hätten, nun sehr erfolgreich seien. Lieberberg nannte als Beispiele die Sportfreunde Stiller oder Placebo.

Den Angaben zufolge treten in diesem Jahr als Hauptacts bei Rock am Ring und Rock im Park auf der größten Bühne neben den Hardrockern von System of a Down auch Kings Of Leon und Coldplay auf.

Laut Veranstalter ist der SWR in diesem Jahr zum ersten Mal alleiniger Medienpartner von Rock am Ring. Der Sender werde die Konzerte auf verschiedenen Kanälen und Plattformen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und Radios ausstrahlen, sagte Lieberberg. „Das gab es in der Form noch nicht und ist wegweisend“, fügte er hinzu.

In den Jahren zuvor hatte der Musiksender MTV ausführlich über das Festival berichtet. MTV sei mittlerweile ein Pay-TV-Sender und dies sei keine Option mehr für die Veranstalter gewesen, betonte Lieberberg.

Rock am Ring beginnt 3. Juni. Bereits in den Tagen vorher werden etliche Besucher erwartet, die auf den Zeltplätzen rund um die Rennstrecke campen werden.

 

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