Rockband
R.E.M. macht Schluss

Die amerikanische Rockband R.E.M zieht nach drei Jahrzehnten Rockgeschichte einen Schlussstrich. Die Musiker gaben jetzt die auf ihrer Website bekannt, dass sie sich trennen.
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Los AngelesDie amerikanische Rockband R.E.M löst sich auf. Nach drei Jahrzehnten Rockgeschichte zieht sie einen Schlussstrich. Am Mittwoch gaben die Musiker um Frontmann Michael Stipe auf ihrer Webseite die Auflösung bekannt.

„Ich hoffe, dass unsere Fans verstehen, dass dies keine einfache Entscheidung war“, sagte Stipe. „Aber alle Dinge müssen enden, und wir wollten es richtig tun, auf unsere Weise“. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es: „Wir gehen fort mit einem tiefen Gefühl von Dankbarkeit, von Endgültigkeit und mit Erstaunen über all das, was wir erreicht haben. An jeden, der jemals von unserer Musik berührt wurde, unser tiefster Dank fürs Zuhören.“

Die Band aus dem US-Bundesstaat Georgia mit Stipe, Bassist Mike Mills und Gitarrist Peter Buck war durch Hits wie „Losing My Religion“, „Everybody Hurts“, „Imitation Of Life“ und „Man on the Moon“ berühmt geworden.

Sie hätten sich stets wie Brüder geliebt und respektiert, teilte Mills mit. „Es gibt keine Missklänge, kein Zerwürfnis, keine Anwälte, die sich streiten. Wir haben diese Entscheidung zusammen getroffen, freundschaftlich und im besten Interesse für jeden von uns. Es ist einfach der richtige Zeitpunkt“. Sie seien eine Gruppe von 19-Jährigen gewesen, die die Welt ändern wollten, schrieb Buck. In den Gründungsjahren war auch noch Schlagzeuger Bill Berry dabei, der der die Band aber 1997 verließ.

Die Alternativ-Rocker, die sich 1980 als College-Band zusammenschlossen, nahmen im Laufe ihrer Musikkarriere mehrere Grammys und MTV-Music-Awards entgegen. 2007 wurden die Musiker in die legendäre Rock „n' Roll Hall of Fame aufgenommen.

In diesem Jahr brachten sie mit „Collapse Into Now“ ihr 15. Studioalbum heraus. Es stürmte im März auf Anhieb an die Spitze der deutschen Charts. Mit dem Song „Überlin“ lieferte das Trio eine Hommage an die deutsche Hauptstadt. Stipe besingt darin seine Streifzüge durch das Nachtleben Berlins. In einem Interview des Musikfachblatts „Rolling Stone“ nannte er Berlin „eine großartige Erfahrung“.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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