Runder Geburtstag Seit 40 Jahren dröhnen Hip-Hop-Bässe in der Welt

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Harvard vergibt Hip-Hop-Stipendien
1520 Sedgwick Avenue: In diesem Haus in der New Yorker Bronx wurde vor 40 Jahren auf einer Party der Hip-Hop geboren. Quelle: dpa

1520 Sedgwick Avenue: In diesem Haus in der New Yorker Bronx wurde vor 40 Jahren auf einer Party der Hip-Hop geboren.

(Foto: dpa)

Rhythmen mit Sprachgesang - der Hip-Hop war geboren und die Partygänger konnten gar nicht genug davon bekommen, erinnert sich der heute 58-jährige DJ Kool Herc. „Es gab kein Zurück mehr.“ Schon bald eröffneten Clubs, die nur diese Musik spielten, Alben wurden aufgenommen, die Zahl der Fans wuchs und die Musik schoss weltweit in die Charts. Inzwischen ist der Hip-Hop sogar in den elitärsten aller Zirkeln angekommen: Die renommierte Harvard Universität an der US-Ostküste hat ein spezielles Archiv angelegt und vergibt Stipendien, die nach dem Rapper Nas benannt sind.

Unter anderem Musiker und Bands wie Grandmaster Flash, Public Enemy, Kurtis Blow, Sugarhill Gang und später Wu-Tang Clan, Tupac Shakur, Notorious B.I.G. und Wyclef Jean wurden als Größen des Genres weltbekannt. DJ Kool Herc nicht. Der jamaikanische Einwanderer aus der Bronx wurde wenige Jahre nach der berühmt gewordenen ersten Hip-Hop-Party bei einer Messerstecherei schwer verwundet. Später bekam er als DJ immer weniger Aufträge und wurde drogensüchtig.

Kool Herc überlebte, aber ist immer noch gesundheitlich angeschlagen. Derzeit erhole er sich von einer Operation, heißt es auf seiner Webseite. Zum 40. Jahrestag seiner Erfindung werde er es immerhin zu einigen öffentlichen Veranstaltungen in New York schaffen.

Auch wenn ihn seine Musik nicht zum Star gemacht hat, kämpft der 58-Jährige weiter für seine Mission: Den Ursprungsort des Hip-Hop zu bewahren. 1520 Sedgwick Avenue verfiel vor einigen Jahren zusehends. Kool Herc aktivierte einflussreiche New Yorker Politiker und erreichte, dass das Gebäude mit rund 100 Wohnungen, in dem er seit Jahrzehnten nicht mehr lebt, an einen neuen Investor verkauft wurde, der sich besser darum kümmert. Zudem laufen Bemühungen, das Gebäude offiziell als Denkmal schützen zu lassen. „Es ist doch der Geburtsort, wo alles angefangen hat“, sagte Kool Herc bei einer Pressekonferenz. „Es ist ein Teil des amerikanischen Traumes und wir wollen ihn bewahren.“

  • dpa
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