Salomon Korn: Flicks geplante Kunstausstellung ist eine „Art moralische Weißwäsche von Blutgeld"
Preußenstiftung: Flick nicht in "Sippenhaft" nehmen

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat den Sammler und Mäzen Friedrich Christian Flick gegen Vorwürfe des Zentralrats der Juden in Deutschland in Schutz genommen.

HB BERLIN. Flick habe nie Zweifel daran gelassen, das sein Großvater, der Rüstungsproduzent Friedrich Flick, vom Nürnberger Kriegsverbrechertribunal zu Recht verurteilt worden sei, erklärte die Stiftung am Dienstag in Berlin.

Der Vorwurf des Zentralrats-Vizepräsidenten, Salomon Korn, der die geplante Ausstellung von Flicks Sammlung moderner Kunst in Berlin als eine „Art moralischer Weißwäsche von Blutgeld“ genannt hatte, sei nicht nachvollziehbar. Kunst könne nicht stigmatisiert und die Enkel und Urenkel nicht in andauernde Sippenhaft genommen werden.

Gleichzeitig betonte die Stiftung, dass die Leihgabe der „Flick Collection“ für zunächst sieben Jahre mit 2 500 Werken der Moderne an das Museum für Gegenwart Hamburger Bahnhof nicht mit zusätzlichen Mitteln auf Kosten der Steuerzahler, sondern vom laufenden Stiftungsetat finanziert werde. Flick trage den Umbau der Rieck-Halle am Hamburger Bahnhof in Höhe von 7,5 Millionen Euro. Außerdem seien Drittmittel beschafft worden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%