Sammlerteppiche
Bodenschmuck zu günstigen Schätzpreisen

Mit der Auktion „Sammlerteppiche & Ethnologica“ eröffnet Nagel in Stuttgart die Herbstsaison. Der Großteil der Einlieferungen stammt aus privaten Sammlungen. Ein Garant für einen weit zurückreichenden Herkunftsnachweis ist das nicht immer.
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StiuttgartTrotz des wenig dynamischen Teppichmarkts hält Nagel an seiner Sparte Sammlerteppiche fest. 200 Textilien kommen am 9. September 2014 beim Stuttgarter Versteigerer in der Auktion „Sammlerteppiche & Ethnologica“ zum Aufruf. Preislich an der Spitze steht mit einer Taxe von 26.000 Euro ein prächtiger, großflächiger Sultanabad aus dem Persien des 19. Jahrhunderts.

Bei ehrgeizigen Sammlern sind alte Teppiche gefragt. Ein sogenannter Lotto-Teppich des 17. Jahrhunderts aus der ehemaligen Sammlung des Kunsthändlers Karl Fischer hat nicht nur von der Größe her das Format einer Einsteigerinvestition. Die lediglich 1,40 x 1 Meter messende, anatolische Arbeit aus Uschak ist auf 12.000 Euro geschätzt. 25 Positionen stammen aus dem Besitz von Werner Loges, dem Fachmann für Turkmenenteppiche, darunter ein Beschir-Haupt-Teppich mit Blütendekor zur Taxe von 5.000 Euro.

Fliegender Kranich

Auf das Renommee gestandener Sammler setzt Nagel auch bei den Ethnologica. Persische Keramik war die Leidenschaft des 1977 verstorbenen Friedrich Josef Amon. Großzügig hatte das damalige Vorstandsmitglied der Standard Elektrik Lorenz AG 1973 die Ausstellung „Islamische Keramik“ im Düsseldorfer Hetjens-Museum bestückt. Einige der Exponate, wie eine Bugnurd-Schale mit fliegendem Kranich, gehören zu den 40 Losen mit Schätzungen zwischen 500 und 1.000 Euro.

Zum Aufruf kommen weiterhin zu lukrativen Taxen von 500 bis 1.500 Euro ozeanische Zeremoniengegenstände aus der Sammlung Thomas Michels, des ehemaligen Direktors des Linden-Museums in Stuttgart. Außerdem werden afrikanische Masken und Figuren aus einer nordrhein-westfälischen Kollektion ausgeboten. Während einige Objekt aus Neuguinea mit dem ranghohen Reederei-Angestellten Heinrich Ahlvers eine Provenienz bis in die Zeit um 1900 vorweisen können, bleibt die Herkunft der Arbeiten aus Afrika im Dunkeln. Das ist für Stammeskunst-Sammler eindeutig ein Makel.

Vorbesichtigung: bis 8. September 2014

Auktion: 9. September 2014

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