Schlecht gesichertes Hotel beraubt: Erneut drei Munch-Bilder gestohlen

Schlecht gesichertes Hotel beraubt
Erneut drei Munch-Bilder gestohlen

Aus dem Hotel "Refsnes Gods" in der norwegischen Stadt Moss sind in der Nacht zum Montag drei Bilder des Malers Edvard Munch (1863-1944) gestohlen worden. Nach Angaben des Hoteliers Vidar Salbuvik handelt es sich um zwei Lithographien sowie ein Aquarell mit dem Titel „Das Blaue Kleid“ aus dem Jahr 1915.

HB OSLO. Die drei Bilder gehörten zur Sammlung des Hotels, die insgesamt sieben Munch-Werke umfasst. Die unerkannt entkommenen Diebe seien in das geschlossene Restaurant des Hotels eingedrungen und hätten die Bilder entwendet, wie die Polizei der südlich von Oslo gelegenen Stadt mitteilte. Keine der drei Arbeiten gilt als zentrale Arbeit im Schaffen Munchs. Daher seien die Bilder leichter zu verkaufen als die im Sommer gestohlenen Arbeiten "Der Schrei" und "Madonna", so Experten.

Bei den Lithographien handele es sich neben einem Selbstportrait um ein Bild des schwedischen Autors August Strindberg, so der Hotelier. "Das Blaue Kleid" gilt als das Wertvollste der drei gestohlenen Werke, die norwegische Zeitung "Aftenposten" gibt den Wert mit 430  000 Dollar an. Die beiden Lithographien seien jeweils zwischen 30  000 und 80  000 Dollar wert.

In dem auf Kunst spezialisierten Hotel waren insgesamt sieben Werke des norwegischen Malers weitgehend ungesichert ausgehängt. Das Hotel befindet sich auf einer Insel im Osloer Fjord, wo Munch gelebt und gearbeitet hatte. Edvard Munch (1863-1944) gilt als bedeutender Wegbereiter des Expressionismus in Europa.

Beriets im August vergangenen Jahres hatten Unbekannte aus dem Osloer Munch-Museum die weltberühmten Gemälde „Der Schrei“ (1893) und „Madonna“ (1895/1902) gestohlen. Beide Bilder sind weiter verschwunden. Das Munch-Museum wurde wegen schwerer Sicherheitsmängel geschlossen und wird derzeit umfassend umgebaut.

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