Schoko-Abo
Süßes Investment

Schokolade soll gut für Herz und Hirn sein. Wer beständig an seiner Gesundheit arbeiten will, sollte daher ein Schoko-Abo bei Michel Cluizel ordern. Der Chocolatier setzt seit zehn Jahren auf Lagenschokolade. Und vornehmlich auf dunkle. Eine exklusive Schleckermaulgemeinde dankt es ihm.

DÜSSELDORF. Für manchen sind platinfarbene oder schwarze Kreditkarten Statussymbole. Aber wer will heute noch seinen Reichtum an jeder Supermarktkasse zur Schau stellen? Eine dezent dekadente Variante ist die Brown-Card von Michel Cluizel. Cluizel ist ein Chocolatier. 1948 gründete er seine Firma für Süßwaren im Süden der Normandie. In Paris hat Cluizel eine Boutique für sein Naschwerk eröffnet. Und ist damit auch bei ausländischen Gästen so erfolgreich, dass vor zweieinhalb Jahren eine Dependance in New York folgte.

Schokolade ist der neue Rotwein. Kenner können schon über die Zusammensetzung in Verzückung geraten. Zucker, etwas Vanille und Kakao, mehr gehört für Puristen nicht in die schmelzende Versuchung. Und nicht irgendein Kakao, Criollo ist die hochwertigste Bohne. Sie macht nur zwei bis drei Prozent der Weltproduktion aus. Und über die unterschiedlichen Criollos kann man trefflich diskutieren. Wie über die Vorzüge unterschiedlichster Lagen. Ja, selbst Jahrgangsschokoladen gibt es. Sie sind rar, teuer und das bittersüße Pendant zum Premier Grand Cru Classé. Und da Weinfans trefflich über die Vorzüge von Château Latour oder Cheval Blanc streiten können, haben auch Schoko-Gourmets Markenvorlieben: Valrhona natürlich oder Fritz Hamann aus Berlin. Chocovic aus Spanien, der knapp 160 Jahre alte Betrieb Poulain oder Amedei aus Italien. Und nicht zuletzt Cluizel.

Cluizel setzt seit zehn Jahren auf Lagenschokolade. Und vornehmlich auf dunkle. Die „Amer Noir Infini“ hat einen Kakaoanteil von 99 Prozent. So hochprozentige Schokoladen sind extrem bitter und gewiss nicht jedermanns Geschmack. Normalerweise haben dunkle Schokoladen einen Kakaoanteil zwischen 50 und 70 Prozent, ab 75 wird es sehr herb. Cluizel begeht aber auch den unter Puristen so betrachteten Frevel, eine Milchschokolade anzubieten. Dabei wird außer Zucker, Vanille Kakao und Kakaobutter auch Milchpulver zugesetzt. Allerdings nicht in dem Maße wie bei Vollmilchschokoladen aus dem Supermarkt – die haben manchmal nur noch 20 Prozent Kakaoanteil, während Cluizel mehr als das doppelte verwendet.

Wer der Schokolade verfallen ist, kann bei Cluizel in New York einem Club beitreten und darf neue Schokolade schon vor dem offiziellen Verkauf probieren. Oder er leistet sich gleich die Brown Card „Ecstasy“. Damit können sich vier Personen ein Jahr lang bei Cluizel mit allen möglichen Kakaoprodukten und korrespondierenden Weinen verwöhnen lassen. Schokoladenverkostungen, auch zu Hause, ein Schokoladensommelierkurs, ein Besuch in der Fabrik und ein Treffen mit dem Meister selbst schmelzen Menschen, die nicht so sehr aufs Geld schauen müssen, zu einer exklusiven Schleckermaulgemeinde zusammen.

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