Société Générale
Auftragswerke einer Bank

Die zeitgenössische Kunstsammlung der französischen Privatbank Société Générale entspricht dem ästhetischen, gediegenen Höhenflug des Stammhauses im Wolkenkratzerviertel der Défense. Bis 23. Juli ist eine Auswahl der Firmensammlung im Musée d’Art Moderne in Saint-Etienne zu sehen.

PARIS. Zwei vor zehn Jahren erbaute, 36 Stockwerke hohe Glastürme französischen Privatbank Société Générale sind mit Marmorwänden und -böden ausgestattet. Die Angestellten und Besucher erleben in Hallen, Gängen und Büros die vorwiegend abstrakte Sammlung an Skulpturen, Gemälden und Fotografien wie ein dekoratives architektonisches Ganzes.

Die knapp 200 Werke der Sammlung, von denen viele als Auftragswerke, in großer Harmonie mit der Architektur, entstanden, werden von einem Ankaufskomitee zwei Mal pro Jahr systematisch ergänzt. Eine Mitarbeiterin ist für die Koordination der Ankäufe, den Verleih an Museen und die interne wie externe Kommunikation um die Sammlung zuständig. Das Ankaufsbudget für 2006 liegt bei 400 000 Euro. Zwei Berater, Martin Guesnet vom Auktionshaus Artcurial-Briest-Poulain-Le Fur-F.Tajan, und Guy Boyer, Chefredakteur der Monatszeitschrift „Connaissance des Arts“, geben Anregungen und weisen auf Galerien hin, wo die Ankäufe getätigt werden. Die Société Générale verleiht ständig Werkblöcke an Museen.

Bis 23.7. ist eine feinsinnige Auswahl der Firmensammlung im Musée d’Art Moderne in Saint-Etienne zu sehen, die Museumsdirektor Lorand Hegyi aussuchte. Diese Ausstellung gibt die drei Hauptachsen der Sammlung gut wieder: ein großer Elefant von Barry Flanagan, Fotoarbeiten von Thomas Demand, Thomas Ruff und Stéphane Couturier, abstrakte Malerei von Alan Charlton und Pierre Soulages, ein kühl-schickes Gemälde auf transparenter Plastikplatte von Jean-Marc Bustamante, ein übermalter Spiegel von Bertrand Lavier. „Wir fördern französische Künstler“, erklärt die für die Sammlung verantwortliche Angélique Aubert-Dubost, „kaufen aber zusehends ausländische, wie zuletzt Thomas Ruff oder Imi Knoebel“.

Ein französisch-englischer Katalog (2000) gibt eine Werkübersicht, die auch im Internet abrufbar ist: www.socgen.com/mag

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