"Socland" läuft bis Ende September
Kommunismus-Ausstellung im Warschauer Kulturpalast

Eine Ausstellung über die Geschichte des Kommunismus ist seit Dienstag eine neue Attraktion im Warschauer Kulturpalast.

HB/dpa WARSCHAU. Im Kellergeschoss des Turms, der in den 50er Jahren als „Geschenk der Völker der Sowjetunion“ entstand, wird an die Opfer stalinistischer Verfolgung, der chinesischen Kulturrevolution und die Unterdrückung der demokratischen Opposition erinnert. Die Ausstellung „Socland“, die noch mindestens bis Ende September in Warschau zu sehen ist, soll einmal ein eigenes Museum erhalten. Dies könne durchaus im Kulturpalast entstehen, sagte Czeslaw Bielecki, der „Socland“ konzipiert hatte, am Dienstag vor Journalisten.

„Wir wollen etwas Destruktives in etwas Konstruktives umgestalten“, meinte er zu der Idee der Vergangenheitsbewältigung ausgerechnet an dem Ort, an dem einst die kommunistische Elite die Maiparade abnahm. Die Ausstellung komme womöglich zu spät - „Aber in einer Zeit, in der 50 Prozent der Polen meinen, unter dem Kommunismus war es besser als jetzt, ist es höchste Zeit“, sagte er.

Die Besucher können in den Kellergewölben unter anderem Zensurfahnen von Zeitungskommentaren sehen, einem „Verhör“ des Sicherheitsdienstes zuhören und mit Hilfe von Wochenschauberichten einen Eindruck vom stalinistischen Personenkult gewinnen. Die Zeitreise in die kommunistische Vergangenheit wird durch ein „Forum der Freiheit“ ergänzt, das dem demokratischen Widerstand gegen den Kommunismus gewidmet ist.

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