Sotheby's Auktion
Cézannes „Äpfel“ bringen knapp 42 Millionen Dollar

Unter Kunstliebhabern gilt Cézannes Bild „Die Äpfel“ als perfekt. Nun hat Sotheby's das Bild bei seiner Frühjahrsauktion versteigert – für einen Preis, der gut ein Drittel über dem erwarteten lag.
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New YorkFast vier Millionen pro Apfel: Das Bild „Les Pommes“ von Paul Cézanne ist in New York für 41,6 Millionen Dollar (knapp 32 Millionen Euro) verkauft worden. Bei der ersten der New Yorker Sotheby's-Frühjahrsauktionen brachte das Bild am Dienstagabend (Ortszeit) ein gutes Drittel mehr als von den Experten erwartet.

Das 1889/1890 entstandene Stillleben „Die Äpfel“ zeigt genau das: Elf Äpfel, die auf einem Teller und daneben liegen. Was so simpel klingt, gilt durch Farbgebung, Schatten und vor allem Formen als wichtiger Schritt hin zur modernen Kunst. „Das Bild ist perfekt“, sagte Sotheby's-Vizepräsident David Norman. „Es gibt keine Stelle, die man verändern möchte, die nicht einfach perfekt ist.“ Das Bild stammt aus der Sammlung von Elisabeth und Alex Lewyt, die vor allem in den 50er Jahren gesammelt hatten. Ihre Galerie wurde nun versteigert.

Ein früher Abguss von Auguste Rodins „Der Denker“ wurde für knapp 15,3 Millionen Dollar verkauft. Mit den umgerechnet 11,7 Millionen Euro lag das zu den berühmtesten Plastiken der Kunstgeschichte gehörende Werk die Hälfte über dem Schätzpreis. Das Original von „Le Penseur“ steht im Musée Rodin in Paris, den Abguss dieser Plastik hatte der 1917 gestorbene Franzosen aber 1906 noch selbst überwacht.

„Der Denker“ zeigt eine unbekleideten, sitzenden Mann, der sein gesenktes Haupt in die Faust gestützt hat und konzentriert grübelt. Es ist Rodins bekanntestes Werk und eine der berühmtesten - und dutzenfach kopierten und persiflierten - Skulpturen der Welt. Er ist mit knapp 72 Zentimetern so groß wie das Original.

Ein weiterer Höhepunkt sollte Amedeo Modiglianis „L'Amazone“ sein. Mit knapp 26 Millionen lag es ziemlich genau in den Erwartungen der Kunsthändler. Das Bild gilt als frühes Meisterwerk des Italieners. Es wurde 1909 von dem damals 25-Jährigen gemalt und zeigt Baroness Marguerite de Hasse de Villers, in einer gelben Jacke, die Arme in die Seite gestützt, den Betrachter etwas hochmütig-provokant von links oben anblickend. Modigliani war schon neun Jahre später mit nur 35 Jahren gestorben. Einen Tag später stürzte sich seine Verlobte, im neunten Monat schwanger, in den Tod.

Verkauft wurde auch ein Bild aus der Sammlung von Madonna. Der Popstar hatte „Trois Femmes à la Table Rouge“ von Fernand Léger zur Verfügung gestellt, um ihre „Ray of Light“-Stiftung zu unterstützen. Sie hatte das Bild 1990 gekauft - laut „New York Times“ für 3,4 Millionen Dollar. Jetzt brachte es knapp 7,2 Millionen. „Ich habe eine große Leidenschaft für Kunst und eine große Leidenschaft für Bildung“, zitierte das Auktionshaus Madonna. Sie wolle beide Passionen nun verbinden und das Geld für ein Bildungsprojekt zur Verfügung stellen: „Ich möchte etwas Wertvolles gegen etwas Unbezahlbares eintauschen.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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