Sotheby's: Cheyenne Westphal geht von Bord

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Cheyenne Westphal geht von Bord

Abermals schmeißt eine von Sotheby’s Führungsfiguren hin. Die oberste Chefin für zeitgenössische Kunst, Cheyenne Westphal, verlässt das Auktionshaus. Dem Vernehmen nach aus privaten Gründen. Sotheby’s  Aderlass hält an.

LondonSie galt als mächtigste Frau im Geschäft mit der zeitgenössischen Kunst. Cheyenne Westphal, die gebürtige Deutsche, war seit 2014 bei Sotheby’s zusammen mit Alexander Rotter Co-Head of Worldwide Contemporary Art. Die Wahl-Londonerin verantwortete die ganz großen Deals mit Sammlern und Kunden seit dem Weggang von Tobias Meyer im November 2013.

Jetzt verlässt Cheyenne Westphal das börsennotierte Auktionshaus, das sich aktuell in einer Umstrukturierungs- und Neufindungsphase befindet. Unter anderem quittierte Alex Rotter seinen New Yorker Führungsjob bei Sotheby’s kürzlich und auch der altgediente Starauktionator Henry Wyndham ist nicht mehr an Bord.

Dürre Meldung

Die knapp gehaltene Meldung von Donnerstagabend nennt weder Gründe, noch das Datum von Westphals Austritt. Man dankt der geschätzten 48-jährigen Kollegin für 25 Jahre in einer Dreieinhalb-Zeilen-Meldung mit wenigen Worten.

Die Nachfolger

Die barsche Minimeldung erwähnt des Weiteren nur noch, dass  Alexander Branczik in London in die Rolle des Head of Contemporary Art in Europe schlüpfen wird. Grégoire Billault ist Rotters Nachfolger als Head von Sotheby’s Contemporary Art Department in New York. In Deutschland betreuen Bastienne Leuthe und Joelle Romba den zeitgenössischen Markt .

Es irritiert, dass Sotheby’s die Verdienste von Cheyenne Westphal nicht nennt. Um nur an einige wenige zu erinnern: Die Kunst- und Menschenkennerin konnte große Erfolge verbuchen, u.a. mit der Versteigerung des Sammlung Helga und Walther Lauffs, mit Damien Hirst und mit der Duerckheim Collection. Dem Vernehmen nach sollen private Gründe ausschlaggebend sein für den Rücktritt.

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