Sotheby’s und Phillips
13,2 Mio. Dollar für Richters „Matrosen“

Etablierte zeitgenössische Künstler erzielen wieder Preise wie vor der Krise. Sotheby's konnte mit Andy Warhol, Gerhard Richter und Francis Bacon Kasse machen. Tags zuvor hatte Phillips de Pury mit jüngerer Kunst sein bestes Ergebnis von 137 Mio. Umsatz einfahren können.
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DÜSSELDORF. Der Markt für die sattsam bekannten, gut eingeführten, zeitgenössischen Künstler läuft wieder rund. Am Montag katapultierte ein Zuschlag von satten 63 Mio. Dollar für Andy Warhols Schwarz-Weiß-Bild "Men in her Life" von 1962 Phillips' Bilanz auf bislang unerreichte 137 Mio. Dollar. Für Takashi Murakamis 183 cm hohe Barbiepuppe "Miss ko 2" wurden 6,8 Mio. Dollar bewilligt. Neue Rekorde fuhren Felix Gonzalez-Torres ein (4,6 Mio. Dollar), Cindy Sherman (2,8 Mio. Dollar), Lee Lozano (602.500 Dollar) und Rudolf Stingel (2,7 Mio. Dollar).

Sotheby's teuerster Warhol ist die große Version der Coca-Cola-Flasche aus dem Jahr 1962. "Coca-Cola (4), Large Coca-Cola" übernahm ein Privatsammler bei 35,4 Mio. Dollar. Die Schätzung hatte bei vorsichtigen 20 bis 25 Mio. Dollar gelegen. Fünf Bieter kämpften um eines der größten und besten fotorealistischen Werke, die je von Gerhard Richter auf den Markt waren. Die "Matrosen" hatte - sehr ungewöhnlich in Deutschland - die Weserburg, das Museum für moderne Kunst in Bremen, eingeliefert. Fortdauernde Kürzungen und anstehende Sanierungsmaßnahmen hatten dem Sammlermuseum zum Schluss jeden Spielraum genommen. Der ist mit Zuschlag bei 13,2 Mio. Dollar (9,5 Mio. Euro) fürs erste wieder hergestellt. Käufer ist ein amerikanischer Privatsammler.Nach Europa geht Francis Bacons Porträt eines sich drehenden und windenden Mannes, das 1985 entstand. Die monumentale Bewegungsstudie konnte mit 14 Mio. Dollar ihre untere Taxe verdoppeln.


Christie's versteigert am heutigen Mittwochabend. Ausführliche Analysen folgen.

www.phillipsdepury.com www.sothebys.com www.christies.com

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