Sparkassen-Finanzgruppe
Kulturförderung mit langem Atem

Die Staatlichen Museen zu Berlin freuen sich über einen dreijährigen Kooperationsvertrag mit der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Geld- und Sachmittel investieren sie in ehrgeizige Ausstellungsprojekte, in Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit.
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Für viele Museen ist Planungssicherheit keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso wertvoller werden private Förderer, die sich trotz der schwer einschätzbaren Entwicklungen auf den Märkten längerfristig für eine Institution engagieren. Immerhin auf drei Jahre ist die gerade vereinbarte Kooperation der Staatlichen Museen zu Berlin mit der Sparkassen-Finanzgruppe angelegt. Damit wird die Gruppe, unter deren Dach die Berliner Sparkasse, die DekaBank Deutsche Girozentrale und der Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes angesiedelt sind, zum Hauptförderer der renommierten Institution.

„Ich freue mich auf die Partnerschaft mit der Sparkassen-Finanzgruppe, die als unser Hauptförderer nicht nur wichtige Ausstellungen fördert, sondern uns auch ermöglicht, in der Vermittlung und im Marketing neue Wege zu gehen“, fasst Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen, das an den klassischen Schwerpunkten der Museumsarbeit ansetzende Förderpaket zusammen. Für Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), sind Reichtum und Vielfalt der deutschen Museumslandschaft ein Grund, als Hauptförderer ein Zeichen zu setzen.

Jugendliche zum Mitgestalten animieren

Mit ihren 15 Sammlungen, drei Forschungseinrichtungen und der Gipsformerei zählen die Staatlichen Museen Berlins zu den großen Universalmuseen, in denen die Kunst- und Kulturgeschichte der Menschheit aufgehoben ist. Vier Bereiche der Museumsarbeit sollen von Sachmitteln und einer finanziellen Unterstützung in ungenannter Höhe profitieren: die Kunstschätze, ausgewählte Ausstellungsprojekte, die Außenwirkung und die Jugendarbeit.

Erstes Förderprojekt ist die ab 11. November anlaufende große Präsentation der Bestände von Nachkriegskunst der 50er und 60er Jahre in der Neuen Nationalgalerie. Zentrales Thema sind die Spuren, die der Kalte Krieg und widerstreitende Ideologien in den Werken jener Zeit hinterlassen haben. Etwa um dieselbe Zeit fällt für den Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart der Startschuss für den Ideenwettbewerb „Wünsch Dir was!“. Jugendliche werden zum kritischen Denken über die Kunst und ihre Institution angeregt und zur aktiven Mitgestaltung animiert. Mit neuen Ideen wollen die Staatlichen Museen auch an ihrem Image und Werbematerial arbeiten.

Größter nicht-staatlicher Kulturförderer 

Die Sparkassen-Finanzgruppe ist der größte nicht-staatliche Kulturförderer Deutschlands. 152 Millionen Euro gibt sie jährlich für die Förderung von Kunst und Kultur aus. Das gesamte Fördervolumen, das auch dem Sport, sozialen Zwecken, der Bildung und Umwelt zugute kommt, beträgt 500 Millionen Euro.

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