„Spenden machen Mut“
Berliner Symphoniker machen weiter

Die insolventen Berliner Symphoniker werden weiter spielen. Geschäftsführer Andreas Moritz sagte am Montag in Berlin: „Wir geben nicht auf, wir versuchen zu überleben und wollen der Politik das Signal geben: so leicht wird man uns nicht los."

HB BERLIN. Daher werde man an diesem Sonntag (17. April) im Konzerthaus am Gendarmenmarkt bereits wieder das nächste Konzert geben. Die Musiker spielen dann ohne Bezahlung. Erst am vergangenen Sonntag hatten die 55 Musiker ein „letztes Konzert“ in der Philharmonie gegeben.

Die Rettung des Orchesters auf privatwirtschaftlicher Basis war an mangelndem Sponsoren-Interesse gescheitert, wie der Insolvenzverwalter am Freitag mitgeteilt hatte. Der Berliner Senat hatte im Rahmen allgemeiner Haushaltskürzungen den 55 Musikern die jährlichen Zuschüsse in Höhe von 3 Millionen Euro gestrichen.

„Das enorme Echo auf unser letztes Konzert und die spontane Spendenbereitschaft des Publikums und die Solidaritätsbekundungen vieler Verbände haben uns ermutigt, weiterzumachen und die Zeit zu überbrücken, bis die Sponsorenverträge doch noch abgeschlossen werden können“, sagte Moritz. „Wir wollen auch nicht unattraktiv für die Sponsoren werden, wenn wir einfach von der Bildfläche verschwinden, wer heiratet schon eine Leiche.“ Verschiedene Musikerverbände äußerten sich am Montag entsetzt und empört über das Ende der Berliner Symphoniker. Das Scheitern einer privaten Auffanggesellschaft zeigt nach Ansicht der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) auch, „dass in Deutschland ein Symphonieorchester mit dauerhaftem Spielbetrieb nicht durch private Gelder von Sponsoren und Spendern zu finanzieren ist“.

Der Landesmusikrat forderte Abgeordnetenhaus und Senat auf, dem Orchester die „Hilfe zur Selbsthilfe“ nicht zu verweigern.

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