„Spiegel“-Journalist
Henryk M. Broder schreibt künftig für die „Welt“

Einer von Deutschlands wortgewaltigsten Journalisten wechselt das Lager: Henryk M. Broder ist künftig nicht mehr für das Magazin „Der Spiegel“ tätig, sondern schreibt in Berlin für die Print- und Online-Ausgaben der „Welt Gruppe“.
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HB BERLIN. Der bisherige „Spiegel“-Autor Henryk M. Broder (64) wechselt zur „Welt“-Gruppe. Broder werde künftig Beiträge für „Die Welt“, „Welt am Sonntag und für „Welt online“ schreiben, teilte das Medienhaus Axel Springer („Bild“) am Montag in Berlin mit. Der preisgekrönte und konfliktfreudige Journalist und Buchautor („Kritik der reinen Toleranz“) sei ein „hemmungsloser Freiheitskämpfer“, sagte „Welt“-Chefredakteur Jan-Eric Peters.

Broder schreibe „unerschrocken und leidenschaftlich über alle Themen, bei denen man sich leicht die Finger verbrennen kann, über Antisemiten und Terroristen, zuletzt viel über die Gefahren eines fanatischen Islamismus. Seine Leser lieben oder hassen ihn, dazwischen ist wenig“, erklärte Peters. Zuletzt hatte der 64-jährige Broder für die ARD die fünfteilige Dokumentation „Entweder Broder - Die Deutschland-Safari“ zusammen mit dem Autor Hamed Abdel-Samad gedreht. Broder ist auch Mitautor des Internet-Blogs „Die Achse des Guten“ (www.achgut.com).

Kommentare zu " „Spiegel“-Journalist: Henryk M. Broder schreibt künftig für die „Welt“"

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  • @ Daniel Klein
    "Unter dem banner der Welt-Redaktion hingegen drohen seine Ansichten in einer Kohorte rechtskonservativer Kommentare an politischem Kontrast und somit an Strahlkraft zu verlieren, die eigentliche Originalität seiner Argumente wird von der Leserschaft vielfach unerkannt bleiben."

    Wenn Sie es sich angewöhnen, auch Menschen mit anderer politischer Ansicht denn ihre als intelligente Wesen zu akzeptieren, dann wird das alles gar nicht so schlimm.

  • Mit diesem Wechsel dürfte die seitens des Spiegels vertretene Meinungsvielfalt deutlich an Spektrum eingebüßt haben. broder ist unter den Spiegel-Kommentatoren vielleicht der einzige, die sich nicht von ganz alleine in Schubladen einordnet oder sich durch dogmatische Political Correctness einengen lässt, ein echter Freigeist eben.

    Unter dem banner der Welt-Redaktion hingegen drohen seine Ansichten in einer Kohorte rechtskonservativer Kommentare an politischem Kontrast und somit an Strahlkraft zu verlieren, die eigentliche Originalität seiner Argumente wird von der Leserschaft vielfach unerkannt bleiben.

    Schade eigentlich.

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