Spielemesse 2011 in Essen
Spielend durch die Krise

Brett- und Kartenspiele stehen im Zentrum der 29. Spielemesse in Essen, die am Donnerstag begonnen hat. 810 Aussteller zeigen mehr als 750 Neuheiten.
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EssenFür schlechte Zahlen hat die Wirtschaftskrise in der Spieleindustrie nicht gesorgt - dafür aber für eine Reihe neuer Ideen. So können auf dem Brett nun die globale Erwärmung oder die Politikverdrossenheit bekämpft, im „Aktienrausch“ gar die Börse geentert werden. Das Testfeld dafür bieten ab Donnerstag die 29. Internationalen Spieltage in der Messe Essen. 150.000 Besucher werden erwartet.

Doch die Krise ist nur ein Teil des Themenangebots, „das in diesem Jahr so vielfältig ist wie nie zuvor“, verspricht Dominique Metzler vom Bonner Friedhelm Merz Verlag, dem Spieltage-Veranstalter. Mehr als 750 Neuheiten und Weltpremieren würden bis Sonntag präsentiert, 810 Aussteller aus der ganzen Welt stünden bereit. Damit hat die Messe für Gesellschaftsspiele 2011 noch einmal an Umfang zugelegt.

Vor diesem Hintergrund zeigt sich die Branche für das wichtige Weihnachtsgeschäft zuversichtlich. Der Umsatz mit Gesellschaftsspielen lag 2010 bei 400 Millionen Euro. „Nach einem kleinen Knick im Sommer deutet inzwischen alles darauf hin, dass die Zahlen auch in diesem Jahr konstant bleiben“, sagt Metzler. „In der Krise verkaufen Brettspiele sich immer gut.“ Die Leute blieben mehr zu Hause, spielten lieber ein Spiel, als ins Kino zu gehen.

Zu der Zielgruppe der Messe zählen aber nicht nur private Spieler, sondern auch Einkäufer und Lizenznehmer aus der ganzen Welt. „Deutsche Spiele sind ein echter Exportschlager“, sagt Metzler. „Nirgendwo gibt es so viele Verlage, so viele Autoren.“ Das mache die nach Veranstalterangaben weltgrößte Spielemesse in Essen so attraktiv. „Besonders groß ist Nachfrage derzeit aus Osteuropa.“

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Deutsche Spiele liegen im Trend

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