Spielte mit Heesters und Leander
Schauspielerin Lisa Lesco gestorben

Die Schauspielerin Lisa Lesco, die mit Zarah Leander und Johannes Heesters auf der Bühne und vor Kamera stand, ist in Los Angeles gestorben. Das teilte ein Freund der Familie der dpa in Berlin mit. Lisa Lesco wurde 88 Jahre alt.

HB BERLIN. Die 1915 in Berlin geborene Künstlerin starb am zweiten Weihnachtstag. Allein mehr als 800 Mal spielte Lesco in „Hochzeitsnacht im Paradies“ mit Heesters im Berliner Admiralspalast. Den Kassenschlager „Ein Mann mit Grundsätzen“ drehte sie 1943 mit Hans Söhnker, Ursula Herking und Elfie Mayerhofer.

Begonnen hatte die Laufbahn der als Lisa Körschner geborenen Lesco als Kind. Schon mit sechs Jahren stand sie in der Berliner „Neuen Welt“ auf der Bühne. 1937 engagierte sie das Deutsche Landestheater in Bukarest. 1939 kehrte sie nach Berlin zurück, wo sie am Theater am Nollendorfplatz in zahlreichen Operetten auftrat. Bei Dreharbeiten zum Film „Das Herz einer Königin“ 1942 mit Zarah Leander lernte sie den Schauspieler Willy Birgel kennen, mit dem sie eine zweijährige Liebesbeziehung einging. Großen Zuspruch erhielt Lesco auch als Schlagersängerin, unter anderem für Titel wie „'s ist Frühling“, „Schade, dass wir auseinander gehen“ oder „Ich lass' meinen Peter nicht allein“.

Nach dem Krieg drehte Lesco weiter Filme. Dazu zählten „Spion für Deutschland“ mit Martin Held und Nadja Tiller. 1961 wanderte die Schauspielerin in die USA aus, wo ihr das Deutsche Operettentheater in New York einen Vertrag angeboten hatte. Doch nach ihrer Ankunft lehnte Lesco den Vertrag ab, trat fortan in Clubs auf und moderierte deutschsprachige Hörfunksendungen. Anfang der 70er Jahre startete Lesco eine zweite Karriere als Managerin einer Konditoreikette in Los Angeles.

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